Handball
SV 64 Zweibrücken ohne Abwehrchef Grieser nach Meisenheim
Grieser hatte vergangene Woche gegen Saulheim kurz nach der Halbzeit passen müssen. Die Probleme mit dem Knie, die ihn schon länger plagen, ließen ein Weiterspielen nicht zu. „Er kann auch am Samstag nicht spielen“, bedauert SV-Trainer Stefan Bullacher.
Kein Schönheitspreis
Damit fehlt ihm und dem Team der Spieler, der wie kein anderer für das steht, was es brauchen wird, um in Meisenheim zu gewinnen: Mentalität. Denn bei der HSG, wo ohne Harz gespielt wird, gibt es sicher keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Spielerisch – diese Erfahrung haben die Zweibrücker schon oft gemacht – ist in Hallen, in denen harzfrei gespielt werden muss, nichts zu gewinnen. „Bestes Beispiel aus unserer Sicht in dieser Runde sind die Spiele gegen Eckbachtal“, sagt Bullacher. In Eckbachtal wurde fast in Bestbesetzung knapp mit 31:28 gewonnen, zu Hause vor drei Wochen – von Bestbesetzung weit entfernt – mit 37:19. Der designierte Meister, der TV Homburg, hat in Meisenheim seinen bisher einzigen Punkt in dieser Runde abgegeben.
Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Adam Soos, der dem SV-Angriffsspiel Struktur gibt. Soos zog sich gegen Saulheim eine Bänderverletzung zu. Bullacher: „Es wird sich am Samstag entscheiden, ob er spielen kann.“
Wurfgewaltiger Löwen
beim 36:31-Hinspielsieg hatten sich die Zweibrücker lange schwergetan gegen den Aufsteiger, der gleichfalls mit Verletzungspech kämpft. Marco Magro-Arzt, im Hinspiel mit zehn Toren bester HSG-Werfer, den die SV-Abwehr ebenso wie seinen wurfgewaltigen Teamkollegen Heinrich Löwen nie in den Griff bekam, fehlt seit Wochen verletzungsbedingt. Kraftpaket Löwen ist mit 153 Toren derzeit der zweitbeste Oberliga-Torschütze nach Ex-Bundesliga-Spieler Yves Kunkel. Ihn muss die SV-Abwehr – auch ohne Grieser im Zentrum – in den Griff bekommen.
Die HSG Nahe-Glan wechselte vor einigen Wochen den Trainer. Maouia ben Maouia ist auf Aufstiegstrainer Axel Schneider gefolgt, der im Dezember zurückgetreten war. Maouia ist keine Dauerlösung. Kommende Runde wechselt er in den Frauenbereich, trainiert den ambitionierten Oberligisten HSG Hunsrück.
In Meisenheim hat der SV 64 wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren. „Vom Papier her sind wir natürlich der klare Favorit. Aber zwischen dem, was laut Papier sein müsste, und dem, was in Wirklichkeit ist, liegen oft Welten“, weiß Bullacher.