Zweibrücken Mit der Staffel zum deutschen Rekord

Windsor. Mit einem neuen deutschen Rekord schwamm die 4 x 200 m Freistilstaffel um die Dietrichingerin Marlene Hüther von den Wassersportfreunden Zweibrücken (Wsf) bei der Kurzbahnweltmeisterschaft im kanadischen Windsor auf Rang sieben.

Die Nominierung hat sich bezahlt gemacht. Eigentlich hatte sich keine der Damen, die am Samstag im Finale über 4 x 200 m Freistil stand, für die WM qualifiziert. Um aber eine Staffel an den Start zu bringen, wurden die vier Mädels dennoch von Bundestrainer Henning Lambertz aufgeboten. Und das Quartett zahlte das Vertrauen mit einem neuen deutschen Rekord zurück. Am Samstagmorgen qualifizierte sich das Quartett Annika Bruhn, Marlene Hüther, Reva Foos und Celine Rieder in 7:50,67 Minuten als siebte Staffel für den Finallauf. Hüther schwamm dabei als zweite Starterin eine Durchgangszeit von 1:57,65 Minuten. „Da kann man noch was herauskitzeln“, so die Vorahnung von Startschwimmerin Annika Bruhn. Und im Finale dann gelang es tatsächlich allen vier Aktiven, sich nochmals um mehr als 2,5 Sekunden zu steigern und in 7:48,12 Minuten den alten deutschen Rekord um sechs Zehntelsekunden zu unterbieten. Damit bestätigte man Rang sieben. Auch Marlene Hüther konnte sich um fünf Zehntel auf 1:57,14 verbessern. Den Sieg schnappte sich die Staffel des Gastgebers, die nur knapp den Weltrekord verfehlte, vor den USA und Russland. Der Erfolg ist eine große Bestätigung des Stützpunkts in Saarbrücken. Mit Bruhn, Hüther und der jungen Schlussschwimmerin Celine Rieder standen gleich drei Schwimmerinnen von Landestrainer Hannes Vitense im Team. Nicht von ungefähr holte das Team der SSG Saar in den beiden vergangenen Jahren den deutschen Meistertitel auf der Langbahn und dies mit deutschem Vereinsrekord. „Wir sind alle sehr glücklich“, meinte Annika Bruhn somit zu Recht im Anschluss an das Finale, „so können wir die WM beenden“. Für Hüther steht nunmehr die Vorbereitung auf die Langbahnsaison wieder im Fokus der täglichen Trainingsarbeit in Saarbrücken. Und so ganz nebenbei gilt es für die Dietrichingerin ja auch noch, das Abitur zu meistern. Doch dieser bisher größte internationale Erfolg bei den Damen, nach Platz zwölf bei der WM 2015 in Kazan und Platz zehn bei der Kurzbahn-WM 2014 in Dubai, sollte ihr Auftrieb geben. |two

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