Zweibrücken Eine Augenweide, der Kanadier

Zweibrücken. Die Play-offs können kommen, die „Hornets“ des EHC Zweibrücken sind gerüstet: Im letzten Hauptrundenspiel setzte sich der Regionalligist am Sonntagabend vor eigener Kulisse klar mit 8:2 (5:0, 2:0, 1:2) gegen den EV Ravensburg durch – und nicht, wie gestern irrtümlich gemeldet mit 8:1. Rund 700 Zuschauer sahen in der Ice-Arena auf dem Flugplatz eine souveräne Leistung des Tabellenzweiten.

Zweibrückens Trainer Richard Drewniak bezeichnete den deutlichen Erfolg hinterher als gute Vorbereitung aufs erste Play-off-Viertelfinalspiel am kommenden Wochenende gegen den Tabellensiebten, den Heilbronner EC. „Wir werden uns vorwiegend im taktischen Bereich darauf vorbereiten“, kündigte er an; was die Kondition angehe, bestehe bei seiner Truppe kein Nachbesserungsbedarf. Was Drewniak gegen insgesamt schwache Ravensburger sah, hat ihm gefallen – zumindest war seine Kritikliste nicht sehr lang. „Im ersten Drittel haben wir viel Druck gemacht. Genau so, wie wir uns das vorgenommen hatten“, stellte er fest. In den beiden restlichen Dritteln sei mit den Hornissen dann der Offensivdrang durchgegangen. „Da wollte jeder ein Tor machen“, sah der Coach das taktische Konzept etwas durcheinandergeraten. So sei es halt bei drei weiteren Treffern geblieben. Drewniak hob aus seiner Mannschaft keinen Spieler heraus, der EHC-Erfolg am Sonntag hatte aber einen Namen: Ben Payne lieferte die von ihm erwartete Klasseleistung ab. Mit zwei Treffern in den ersten fünf Minuten legte er schnell den Grundstein für den Heimsieg. Bei den Zuschauern sorgte das Spiel des Kanadiers mal wieder für Entzücken, stellvertretend für den ganzen Anhang meinte ein „Hornets“-Fan: „Das ist der beste Top-Scorer, den wir hier je hatten. Einmalig, wie clever der spielt. Er ist einfach nicht zu halten.“ Ein anderer Zuschauer meinte: „Eine Augenweide, der Mann.“ Payne vermittelte den guten Eindruck vor den Augen seines Vaters: Anthony Payne, früher Eishockey-Torwart und immer noch in einer Hobby-Mannschaft aktiv, war aus Kanada gekommen, er wird sich auch das erste Play-off-Spiel der „Hornissen“ ansehen. Aber nicht nur Payne bescherte dem gegnerischen Torsteher Constantin Haas einen unruhigen Abend. Für die 3:0-Führung war in der 12. Spielminute Marc Lingenfelser verantwortlich, eine Minute später erhöhte Lukas Srnka auf 4:0. Das 5:0 zur Drittelpause war dann wieder eine Sache für den Mann des Abends, Ben Payne. Zweibrücken war den Gästen in allen Belangen überlegen, schaltete im zweiten und dritten Spielabschnitt aber einen Gang zurück. Es war beiden Teams anzumerken, dass es für sie um nichts mehr ging. Der EHC brachten den Heimerfolg locker unter Dach und Fach. Die beiden Tore im zweiten Drittel erzielten Robin Lehmann und Ben Payne, der auch der Schütze des achten Tores war. Die Ravensburger Gäste betrieben Ergebniskosmetik durch Kapitän Dominik Fehr und kurz vor Schluss durch Ludwig Valenti zum 2:8-Endstand. (bun)

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