Zweibrücken Blickpunkt: 25 Jahre Sportlerwahl der Rheinpfalz Zweibrücken: In der Sammlung fehlt nur noch ein Olympiasieger

Zweibrücken. Kommende Woche werden von der RHEINPFALZ-Lokalredaktion in Zweibrücken zum 25. Mal die Sportler des Jahres geehrt – Silberhochzeit sozusagen. Wenn die Sportler des Jahres 2014 am 27. Januar in der Dieter-Kruber-Halle des LAZ Zweibrücken geehrt werden, haben in all den Jahren über 40 000 Leser für ihre Favoriten abgestimmt – seit zwei Jahren auch online per Mausklick auf der RHEINPFALZ-Homepage. Man muss sich das mal vorstellen: Als 1991 die erste Sportlerwahl für die Sportler 1990 in der alten Geschäftsstelle in der Hauptstraße über die Bühne ging, waren noch die US-Amerikaner und die Kanadier in Zweibrücken stationiert. Die zogen erst in den Jahren darauf ab, die Konversion am Flughafen begann. Beim Debüt wurden nur ein Sportler und eine Mannschaft geehrt, im Jahr darauf beglückwünschte der damalige Chefredakteur Fritz Schlossareck bereits auch eine Sportlerin. Bei der fünften Auflage der Wahl der Sportler 1994 war die neu errichtete Fachhochschule auf dem Kreuzberg gerade ein Jahr alt. Bis 1999, zur zehnten Sportlerwahl, als der zivile Luftverkehr auf dem Flughafen noch nicht zugange war, gingen auf der Landebahn noch andere Großveranstaltungen über die Bühne: ein Konzert der Musikgruppe Pur oder ein Rennen der DTM-Motorsportserie. Bis dahin hatte die Stadt Zweibrücken, in der sich die Rahmenbedingungen für Leistungssport immer besser entwickelten, mit Stabhochspringer Andrei Tivontchik in Atlanta 1996 aber sportlich auch schon den ersten Olympia-Teilnehmer samt Bronzemedaille hervorgebracht. Bei der 20. Auflage 2009 war die Sportlerwahl längst den Kinderschuhen entwachsen: Raphael Holzdeppe war 2008 in Peking der zweite Zweibrücker Olympionike, Junioren-Weltmeister wie Speerwerfer Till Wöschler oder Freiwasserschwimmer Felix Bartels schraubten das Anforderungsprofil für die Sportlerwahl nach oben. Aus Städte-Sicht hatten zwischenzeitlich das Kloster-Hotel Hornbach 2000 und das Designer-Outlet 2001 ihre Pforten geöffnet. Jetzt ist die Sportlerwahl mit 25 Jahren also eine Mittzwanzigerin: Sie ist endgültig erwachsen geworden, hat sich entwickelt. Statt Siegprämien in Teller- oder Plakettenform gibt es nun graviertes Glas, neben den Stimmzetteln per Post können die Leser seit zwei Jahren auch online abstimmen. Geblieben ist die Grundidee: Die RHEINPFALZ-Sportlerwahl ist eine Leserwahl. Frühere Spitzensportler wie Andrea Müller, jetzt Dirnberger und die Hallen-Weltmeisterin von 1999 – Nastja Ryshich, jetzt Reiberger – sind schon seit langem Mutter. Stabhochspringer Tivontchik ist inzwischen Bundestrainer der Frauen. Dafür war Dortmunds Fußball-Profi Erik Durm, Weltmeister 2014 in Brasilien, bei der ersten Wahlparty 1991 noch gar nicht auf der Welt. Er wurde erst ein Jahr später geboren. Jetzt fehlt nur noch ein Olympiasieger in der Sammlung. Die nächste Gelegenheit dazu gibt’s 2016 in Rio de Janeiro: Judoka Jasmin Külbs, Schwimmerin Marlene Hüther, Speerwerferin Christin Hussong, die Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Kristina Gadschiew liebäugeln mit einem Ticket.

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