Speyer Zur Sache: Hallers Aufgaben

„Wenn man die Nachrichten verfolgt, weiß man, was mich beschäftigt“, sagt Kreisbeigeordneter Martin Haller. Flüchtlinge – vor allem aus Syrien – unterzubringen, entwickle sich zu einer echten Herausforderung. „Wir suchen händeringend Wohnraum.“ Die Zahlen steigen dem Kreisbeigeordneten zufolge rapide: Ende Juni seien es noch 492 Asylbewerber im Rhein-Pfalz-Kreis gewesen, am 31. August schon 571. Haller rechnet mit 200 Menschen, die bis Jahresende dazukommen. „Zur Zeit mieten wir als Puffer Pensions- und Hotelzimmer an, das kostet den Kreis monatlich 70.000 Euro.“ Haller hofft, in den kommenden Wochen mit den Kreisgemeinden, aber auch mit den Fraktionen im Kreistag Lösungen zu finden. „Wir müssen die Leute unterbringen“, das sei kein Thema, das sich zur Politisierung eigne. Doch mit einem Dach über dem Kopf, sei den Flüchtlingen, die teilweise schwer traumatisiert seien, nicht alleine geholfen. Sie müssten betreut werden. Generell bräuchten die Ankömmlinge Hilfe, um vor Ort zurechtzukommen. „Wir haben da viele tolle ehrenamtliche Helfer. Wir müssen nur schauen, dass sie besser koordiniert werden und ihrerseits einen Ansprechpartner haben.“ Haller denkt daran, in diesem Bereich eine neue Stelle zu schaffen. Weitere Themen auf seiner Agenda: das Entlassmanagement der Krankenhäuser verbessern. Viele alte Menschen würden zu schnell in Altenheime abgeschoben. Den Pflegestrukturplan fortschreiben mit dem Ziel, die Mobilität älterer Menschen im Kreis zu verbessern. Und den Jugendschutz weiter optimieren. (btw)

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