Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel So gehen die Oberligisten aus der Region Speyer mit der hohen Belastung um

Kritiker des hohen Aufwands: Dudenhofens Trainer Steffen Litzel (rechts).
Kritiker des hohen Aufwands: Dudenhofens Trainer Steffen Litzel (rechts).

Nur dem TuS Mechtersheim gelang am Mittwoch beim 1:1 bei Arminia Ludwigshafen in der Fußball-Oberliga ein Punktgewinn. Der FV Dudenhofen (2:3 gegen Hertha Wiesbach) und FC Speyer (1:3 gegen SV Röchling Völklingen) verloren ihre Spiele. Wie halten es die Teams mit der Trainingssteuerung in der anstrengenden englischen Woche?

Heiko Magin, Teammanager des TuS Mechtersheim, freut sich auf englische Wochen, sofern diese „immer mal wieder eingestreut werden“, sagt er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Auf Dauer sei die Belastung für den Kader aber zu groß. „Der Vorteil ist, dass man schlechte Spiele oder Ergebnisse schnell wieder ausgleichen kann“, teilt er mit. „Es gab eine Nachbereitung von Ralf Gimmy am Donnerstag. Er hat aufgezeigt was gut und was schlecht war gegen Ludwigshafen.“

Der Trainer holte die Elf am Montag sowie am Donnerstag auf den Platz. „Viel Arbeit am Ball, Regenerationstraining, kaum Belastung“, beschreibt Magin die Trainingseinheiten in solch einer Woche. Am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SV Elversberg II sind drei Punkte nötig, um aus unteren Tabellengefilden herauszukommen. Über die positive Entwicklung des jungen Torwarts Maxime Klein (20) freut man sich in Römerberg. „Er beweist sich in jedem Spiel neu und macht das für sein Alter richtig gut. Ich hoffe, dass es so weitergeht für ihn. Er ist ein toller Junge und ein guter Typ, der auch über unsere Trainingseinheiten hinaus mit dem Torwarttrainer an sich arbeitet“, sagt Magin.

Schnelle Trendwende geschafft

Thomas Heuß, Trainer des FC Speyer 09, war froh, dass es am Mittwoch direkt weiterging. Kritisierte er seine Mannschaft am Wochenende für das Auftreten gegen den FSV Jägersburg (0:5) noch heftig, so fand nicht nur er lobende Worte für das Spiel gegen Röchling Völklingen. „Der Gegner hat uns eine sehr gute Leistung bescheinigt, jedoch bringt das leider keine Punkte“, sagt er. „Wir waren sehr kritisch mit der Mannschaft, aber die Jungs haben das angenommen und eine gute Reaktion gezeigt. Es war richtig gut gegen Völklingen.“

Am Montag wurde trainiert, am Freitag fand das Abschlusstraining für das Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FV Diefflen statt. „Rondos (neumodisch für das bewährte Spiel mit fünf gegen zwei ohne Tore, Anmerk. d. Red.), hoher Spaßfaktor, Torabschlüsse, Standards sowie taktische Einheiten. Diese Trainings mit geringerer Intensität können wir gut nutzen, vor allem, weil wir in Sachen Fitness gut gearbeitet haben und in Sachen Belastung nicht mehr ansetzen müssen“, informiert Heuß über die Trainingsinhalte. Auslaufen sowie die medizinische Betreuung gehöre auch dazu. Die Spielnachbereitung von Mittwoch gehe jetzt schon in die Spielvorbereitung auf Diefflen über. Heuß erwartet eine körperlich starke Mannschaft, die gefährlich bei Standards ist. „Wir müssen uns mit schnellem Passspiel aus den Zweikämpfen lösen“, fordert er. Außerdem gelte es „hellwach zu sein, denn Diefflen ist sehr agil auf die ,zweiten Bälle’ aus“.

Nichts gegessen und um Mitternacht zurück

FV Dudenhofens Coach Steffen Litzel sieht in den englischen Wochen einen „großen logistischen Mehraufwand“. Bei der Abfahrt nach Wiesbach am Mittwoch um 16 Uhr haben einige Spieler noch nichts zu Essen im Magen gehabt und mussten früher von der Arbeit weg. Kurz nach Mitternacht traf der Bus dann wieder in Dudenhofen ein. „Mitgereiste Fans, Spieler und Trainer müssen am nächsten Tag arbeiten. Für die Regeneration der Jungs sind diese Spiele mit den verbundenen Reisen nicht förderlich“, erklärt der Coach, der sich weniger englische Wochen wünscht. „Die Pokalspiele kommen noch hinzu. Es häuft sich. Wenn es wenigstens regionale Spielpaarungen wären. Aber so ist die Belastung für die Spieler sehr hoch“, bemängelt er.

Trainiert wurde beim FVD am Dienstag sowie am Freitag. „Wir müssen in solchen Wochen die Intensität runterschrauben. Die Niederlage in Wiesbach werde aufgearbeitet, dennoch konzentriere er sich mit seiner Elf auf die kommende Partie gegen Wormatia Worms (Samstag, 15.30 Uhr). Im Gegner sieht er den absoluten Top-Favorit der Liga. „Sie haben eine extrem hohe Zielsetzung und ich denke, sie müssen aufsteigen“, so der Trainer des Tabellen-Zweiten.

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