Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Platz der Stadt Ravenna: Markt stark ausgedünnt

Einkauf auf dem Wochenmarkt: Im Vogelgesang hat sich ein Angebot nach der Umgestaltung des Platzes 2022 entwickelt.
Einkauf auf dem Wochenmarkt: Im Vogelgesang hat sich ein Angebot nach der Umgestaltung des Platzes 2022 entwickelt.

Gibt’s den wöchentlichen Markt auf dem Platz der Stadt Ravenna im Vogelgesang noch? Um das 2022 hoffnungsvoll gestartete Angebot, das dort eine Nahversorgungslücke füllen sollte, ist es still geworden.

Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann (Grüne) erwähnte in einer Ausschusssitzung, dass sich der Markt in der Südstadt nicht so entwickelt habe wie erwartet: „Es ist bedauerlich, weil so viel Energie investiert wurde.“ Der neue Fußgängersteg über die B39 habe dazu beigetragen, dass noch mehr Vogelgesang-Bewohner den Weg zu den Supermärkten auf der anderen Seite der Bundesstraße suchten. „Es mag dort billiger sein, aber der Markt ist nachhaltiger“, betonte sie und appellierte an potenzielle Kunden.

„Mehr Nachfrage und mehr Beschicker wären wünschenswert“, unterstreicht auch Frank Scheid, Vorsitzender des Stadtteilvereins Speyer-Süd, der den Markt initiiert hatte. Er lobt die Kooperation mit der Stadtverwaltung, die auf Standgebühren verzichte. Der kleine Markt habe sich gut angelassen, zum ersten Stand seien drei, vier weitere gekommen – aber nur eine Zeit lang. „Dann hat sich einer nach dem anderen verabschiedet.“ Da die Römerberger Metzgerei Morgenstern dem Vogelgesang donnerstags von 9 bis 13 Uhr erhalten geblieben sei, hofft auch Scheid darauf, dass sich der Markt noch einmal „berappelt“.

Lob auf die Stammkunden

„Wir haben Stammkunden, wir haben uns hier schon ein bisschen was aufgebaut“, sagt Metzgerei-Chef Ludwig Morgenstern. Er bleibe dem Platz der Stadt Ravenna treu und lege nicht drauf. „Es wäre schön, wenn noch ein, zwei weitere Stände dazukämen.“

Nicht geblieben ist hingegen der „Schmitthof“ aus Lingenfeld, der im April 2022 der erste Beschicker war. Schon im vergangenen Jahr hatte er sich aber zurückgezogen. Letztlich sei der Zulauf zu gering gewesen, sagt Carolin Schmitt. Nicht alle am Anfang begeisterten Kunden seien wiedergekommen. Für ihr Unternehmen habe es zudem die Herausforderung gegeben, das frische Obst und Gemüse zu lagern. „Es hat sich nicht mehr gelohnt“, begründet sie den Abschied.

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