Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Hockey: Neues Training auf dem Weiherhof

Noch nie erlebt: Der erfahrene Trainer Heiner Dopp (rechts) hantiert mit Desinfektionsmitteln und hält Abstand.
Noch nie erlebt: Der erfahrene Trainer Heiner Dopp (rechts) hantiert mit Desinfektionsmitteln und hält Abstand.

Vor dem Feld beim HC Blau Weiß Speyer sitzen zehn Kinder und warten. Die zweite Übungseinheit der B-Knaben seit der Corona-Pause steht bevor. Coach Heiner Dopp setzt die Schutzmaske auf. Jedes Kind bekommt die Hände desinfiziert. Dann geht’s los.

„Es ist natürlich ein abgespecktes Training ohne Körperkontakt“, erzählt Dopp der RHEINPFALZ. Co-Trainer Jonathan Humbert und er schnappen sich jeweils fünf Jungs und leiten das Aufwärmen an – jede Gruppe im eigenen Feld und untereinander mit zwei Metern Abstand, versteht sich. „Jetzt 15 Sekunden Planks“, ruft Humbert seinen Schützlingen zu. Die dienen zur Stärkung der Unterarme.

„Nur?“ schallt es zurück. Die Kinder haben Spaß. Beim Warmlaufen lachen sie über den Rasensprenger auf der anderen Platzseite, der mutmaßlich vorbeifahrende Autos treffen könnte. 15 spielen bei den B-Knaben. Aufgeteilt auf drei Gruppen, können bei nur zwei verfügbaren Feldern nicht alle auf einmal trainieren.

Das Schichtsystem

Das löst der HC mit einem Schichtsystem. Nach einer von zwei Trainingsstunden verlassen die Einen den Platz , und die dritte Schar darf drauf. Immer eine Auswahl kommt in den Genuss der vollen zwei Stunden.

Beim Aufwärmen heute macht jeder eine Übung vor. Tim entscheidet sich für die Oberschenkeldehnung. Als kurze Sprints an die Reihe kommen, läuft Hendrik zu früh los: Das kostet ihn prompt zehn Liegestütze.

Dann geht’s an die Schläger. Die erste Passübung in einem Viereck steht an. Die Bälle dürfen die Talente nur mit dem eigenen Spielgerät berühren, nicht mit der Hand. Noch nicht jeder Ball kommt an, ist ja auch normal nach so langer Zeit.

Ein Hindernis

Die nächste Übung erweist sich schon etwas komplizierter. Es gilt, eine quer am Boden liegende Stange zu überlupfen: „Sie markiert einen gedachten gegnerischen Schläger“, erklärt Olympia-Teilnehmer Dopp. Der Schläger liegt auch gerne im Spiel mal so flach und kann durch die Übung dann auch dort leichter überwunden werden.

Als die Aufgabe gerade anläuft, sammeln sich im Wartebereich schon die nächsten Nachwuchshoffnungen. Das dritte Fünfer-Team der B-Knaben betritt nach einer Stunde den Kunstrasen, wärmt sich jetzt schon einmal auf dem Nebengeläuf auf. Assistent Humbert überwacht. Dopp behält jetzt die letzte Viertelstunde zwei Teams im Auge.

Lust überwiegt

Das sei zwar nicht optimal, berichtet er, aber ginge schon. Die Jungs sind auch wirklich diszipliniert und halten sich an die Corona-Regeln. Falls nicht, gibt es eine Verwarnung von Trainer Dopp: „Sie bekommen zwei. Nach der dritten müssten sie nach Hause“, erzählt er.

Das kommt heute jedoch nicht vor. Er spricht nicht eine einzige Ermahnung aus. Alle haben eben Lust, dass es wieder losgeht. Zum Abschluss geht es endlich an den Torschuss. Reihenweise pfeffern die Hockeyer die Kugeln Richtung Gehäuse. Dann wechseln sie, und die zweite Stunde beginnt.

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