Speyer
Fußball: FVH-Frauen neue Nummer 1
Nach dem personell bedingten freiwilligen Abmelden von Verbandsligist FV Dudenhofen spielen die Vereine der Region nach Jahren sogar in der Regionalliga noch zwei Klassen tiefer. Dort liefern sich FV Hanhofen und die SG aus ASV Harthausen sowie SV Weingarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nummer 1 der Umgebung.
Zur Winterpause bringen die Hanhöferinnen knapp die Nase vor den Nachbarn. Sie belegen in der Tabelle Platz sechs unmittelbar vor den Rivalinnen. Zudem befindet sich mit ASV Waldsee/FSV Schifferstadt eine weitere SG als vom Abstieg bedrohter Tabellenneunter im Feld.
Abwehr steht
Das liegt bei dieser Mannschaft weniger an der Anzahl der erhaltenen Gegentore. Denn da schneiden sechs Konkurrenten nicht besser ab. Liefert die Tabelle noch ein relativ strapazierfähiges Feld, gehen die Aufstellungen für die Heim- und Auswärtsbilanz deutlich auseinander. Auch zuhause rangiert Hanhofen als Dritter vor ASV/SV (Sechster).
Da der FVH aber mehr Partien bestritt, nahm er auch die zweitmeisten Gegentore hin. Waldsee/Schifferstadt rückt dagegen auf Position acht vor, die den Klassenverbleib im Gesamtklassement bedeutet. Im Tableau in der Fremde überholt Harthausen/Weingarten als Siebter gar den Achten Hanhofen. Beide traten zweimal an, kommen auf je einen Sieg sowie eine Niederlage.
Tore garantiert
Doch in den Begegnungen des Duos fallen hüben wie drüben mehr Treffer als beim FV Freinsheim, der schon doppelt soviele Matches absolvierte. Es gibt sogar Teams mit bereits sieben Auswärtsspielen. ASV/FSV nimmt die neunte Stelle ein.
Einst in Aufstiegsspielen an die Tür zur Zweiten Bundesliga klopfend, einer späteren Aufgabe der Sparte und der Wiedergründung, stellt der FC Speyerer 09 jetzt eine Siebener-Mannschaft in der Bezirksliga. Diese belegt Platz vier, überraschend, schlug es im Kasten der Domstadterinnen doch am drittmeisten ein.
In der Heimtabelle steht Speyer an fünfter Stelle mit den zweitmeisten Einschlägen. Also rettet das Auwärtsergebnis als Dritter die Gesamtsituation.
RHEINPFALZ-Kommentar
Die Pioniere des Frauenfußballs in der Region sind am Tiefpunkt angelangt. Dauergäste in der Regional- oder zumindest der Verbandsliga, bedeuten nun die drei Landesligisten das höchste aller Gefühle. Personelle Schwierigkeiten und vereinspolitische Entscheidungen geben den Ausschlag.
Beim FV Dudenhofen, einst mit zwei Teams vertreten, kamen die jahrzehntelangen Hauptdarsteller auf und neben dem Rasen irgendwann in die Jahre. Der FC Speyer 09 setzte andere Schwerpunkte. Den FV Berghausen gibt es auch nicht mehr, ebenso ASV Speyer. ASV Waldsee erreichte nie ein höheres Niveau.
ASV Harthausen und FV Hanhofen profitierten auch vom Zuwachs aus anderen Klubs. Zumindest beim FVH waren auch schon wieder höhere Ziele vernehmbar. An Talenten mangelt es nicht. Speyer kämpft jetzt um den Klassenverbleib in der B-Juniorinnen-Bundesliga. Aktuell JSG Römerberg, Hanhofen in den Anfängen, JFV Ganerb 12 oder TSV Lingenfeld, sie alle leisten gute Arbeit.
Doch die besten Talente sind bundesweit heiß begehrt, spielen in den Nationalmannschaften und Bundesliga. Es braucht Kontinuität und Perspektive auf hohem Niveau.