Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: FVD – Waldalgesheim 2:2

Köpfender Dribbler: Marvin Sprengling (Mitte).
Köpfender Dribbler: Marvin Sprengling (Mitte).

Es hätte mal wieder der Tag von Torjäger Marvin Sprengling sein können, ein ganz besonderer dazu. Doch am Ende trottete der Kapitän des FV Dudenhofen nach dem 2:2 (1:1) im Heimspiel gegen Alemannia Waldalgesheim zum Auftakt der Oberliga-Abstiegsrunde nur völlig niedergeschlagen vom Platz.

Von Martin Erbacher

Denn per Kopf brachte Sprengling (64.) Dudenhofen nach Justin Neuners Ausgleich (42.) 2:1 in Führung. Diese egalisierte Waldalgesheim in der siebten Minute der Nachspielzeit: „Das sind zwei verlorene Punkte. Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir kriegen es einfach nicht hin“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Litzels Kritik

Auch sein Coach Steffen Litzel ließ keine Ausrede gelten, keine Schiedsrichter, draufgegebene Minuten: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“ Da ging er lieber mit seinen Einwechselspielern ins Gericht, von denen er Beißen und Kratzen erwartete.

An ein Kopfballtor erinnerte sich Dribbler Sprengling schon gleich gar nicht: „Mein Vater weiß es genau.“ Der heißt Harald, erzielte einst für TuS Mechtersheim Tore am Fließband und engagiert sich bei den Römerbergern immer noch als Finanzvorstand. Auch der Sohnemann lief schon an der Kirschenallee auf.

Etwas verpasst

„Eigentlich bin ich aufgrund meiner Sprungkraft gar kein so schlechter Kopfballspieler“, teilte Sprengling mit und lächelte schon wieder etwas gequält: „Mein Vater ist eigentlich bei jedem Spiel dabei. Ausgerechnet heute war er nicht dabei, und ich habe ein Tor mit dem Kopf gemacht.“ Dabei nickte er nicht bloß aus kurzer Entfernung ein, sondern überbrückte schon einige Meter.

Die Partie in all ihrer Dramatik, Ausgeglichenheit und Hektik von außen – diesmal eher von Dudenhofener Seite – dient als Blaupause, was im unfassbar engen Kampf um den Klassenverbleib in den kommenden Wochen auf die Mannschaften wartet. Sprengling: „Davon gehe ich aus.“ Litzel auch: „Das gibt ein Hauen und Stechen, bis zum Ende.“

Wenig Verständnis

Der FVD habe seinen Chancen nicht genutzt, die Bälle nicht cleverer an der Eckballfahne festgemacht. Ihm glückte das einmal gut. Sprenglings am Samstag vergebliche Hoffnung liegt auch auf Arminia Ludwigshafen. Die kann eigentlich mehr absteigen, unterlag aber zuhause dem gefährdeten BC Ahrweiler.

„Wir wollten im vergangenen Jahr in der Aufstiegsrunde die anderen ärgern“, teilte der Spielführer mit: „Es sollte Motivation sein, in der nächsten Saison wieder gegen uns zu spielen als gegen Ahrweiler. Das wäre doch doof.“ Auch Waldalgesheims Trainer Marcel Fennel schüttelte angesichts des 0:3 der Rheingönheimer nur den Kopf.

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