Fußball
Dudenhofen will Punkte bei Mühlheim-Kärlich gegen den Oberliga-Abstieg sammeln
Die Anzahl der Absteiger in die Verbandsliga hängt von vielen Faktoren ab. Zunächst bleibt abzuwarten, wer aus der Regionalliga Südwest absteigt. RW Koblenz und Eintracht Trier belegen die letzten beiden Plätze und würden in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar rutschen. Trier wechselte vor kurzem den Trainer, trennte sich von Aufstiegscoach Josef Cinar und erhofft sich so einen Aufschwung. Gleiches gilt für den Viertletzten Wormatia Worms. Peter Tretter kam vom 1. FC Kaiserslautern II und soll für Punkte und den Klassenverbleib sorgen.
Auf drittletzter Position steht der VfR Aalen, der nach dem Punktabzug wegen Insolvenzverfahrens in der Tabelle abgerutscht ist, qualitativ aber stärker erscheint und wohl noch Plätze gut machen kann. Es könnten also im schlimmsten Fall drei Absteiger in die Oberliga-Gruppe der Dudenhöfer geben. Dann gilt es abzuwarten, wer aus der Oberliga in die Aufstiegsspiele geht. Dudenhofen hofft dann auf den Sieg des Südwest-Vertreters, um einen weiteren Platz in der Staffel zu schaffen. Aktuell führen Schott Mainz und TuS Koblenz die Tabelle an, dahinter lauern FV Engers, SV Gonsenheim und der 1. FCK II.
Sieben Absteiger wahrscheinlich
Der Sportliche Leiter des FVD, Florian Kober, beschäftigt sich bislang noch wenig mit dieser Thematik: „Ich rechne fest mit mindestens sieben Absteigern, wir müssen also Platz vier erreichen. Ich schaue gar nicht auf die anderen Ergebnisse in der Regionalliga. Wir haben mit uns genug zu tun.“ Er ist zuversichtlich, dass der Klassenverbleib aus eigener Kraft geschafft werden kann, ohne auf fremde Hilfe hoffen zu müssen.
Diese Hilfe hätte der FVD letzte Woche gerne angenommen, als Tabellenführer Arminia Ludwigshafen zuhause gegen Konkurrent Ahrweiler BC 0:3 verlor. „Das war sehr frustrierend. Ich hatte die Hoffnung, sie geben alles, um jedes Spiel zu gewinnen. Fairerweise muss man aber sagen, dass sie unter der Woche das Verbandspokal Halbfinale hatten“, so Kober.
Eine Mischung aus Enttäuschung und Wut erlebte Kober beim eigenen Spiel gegen Alemannia Waldalgesheim. In der siebten Minute der Nachspielzeit trafen die Gäste zum Ausgleich, fünf waren angezeigt. „Mehr ärgert es mich, dass wir es nicht vorher entschieden haben. Ob man da nochmal zwei Minuten länger spielen muss, weiß ich nicht“, so der Sportliche Leiter. Zeit zum Trauern bleibt aber nicht, denn beim Auswärtsspiel am Samstag (14 Uhr) wartet die nächste Aufgabe: „Wir treffen auf einen körperlich robusten Gegner“, so Kober, der klarstellt: „Es geht für jeden um alles.“