Speyer Die Wochen mit dem Wunderkind

Die Staatsphilharmonie baut vor: „So groß wie die Salzburger Festspiele wird das Mozartfest nicht“, heißt es auf der Internetseite des größten rheinland-pfälzischen Sinfonieorchesters. Dennoch soll das neue klassische Musikfestival in Speyer, das in etwas mehr als zwei Wochen mit einem Vorkonzert beginnt, „das Genie aus Salzburg in all seinen Facetten“ erlebbar machen.

Wie mehrfach berichtet, verlässt die Staatsphilharmonie für insgesamt zwei Wochen ihren Standort Ludwigshafen, um in Speyer eine Sommerresidenz zu beziehen. Während dieser Zeit vom 22. Juni bis zum 6. Juli stehen an verschiedenen Schauplätzen im Stadtgebiet Konzerte und Aufführungen auf dem Programm, die die Musiker – teilweise gemeinsam mit Speyerer Kollegen – gestalten. So steht das Vorkonzert am Sonntag, 22. Juni, 17 Uhr, in der Stadthalle im Zeichen der Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule (wir berichteten zuletzt am 7. Mai). Dirigent Hannes Krämer leitet ein Programm mit Werken von Mozart, Jean Sibelius und Edvard Grieg, an dem auch der Pianist Stephan Rahn und das Speyerer Kammerorchester mitwirken. Im eigentlichen Eröffnungskonzert am Mittwoch, 2. Juli, 19.30 Uhr, in der Dreifaltigkeitskirche leitet der Chefdirigent der Staatsphilharmonie, Karl-Heinz Steffens, das Ensemble bei Mozarts drei letzten Sinfonien (Es-Dur, g-Moll und C-Dur – die „Jupitersinfonie“). Bei drei Aufführungen begleiten Orchestermitglieder die neue Produktion des Speyerer Kinder- und Jugendtheaters, „Ein Wunderkind auf Reisen“: am Freitag, 4. Juli, 11 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag, 5. und 6. Juli, jeweils 15 Uhr. Den kleinen Mozart spielt dabei der junge Speyerer Leonard Holler. Matthias Folz führt in dem Stück für Kinder ab acht Jahren Regie. Zwei Serenaden stehen im Rathaushof auf dem Programm: Zunächst leitet Karl-Heinz Steffens am Freitag, 4. Juli, 19.30 Uhr, die Bläser der Staatsphilharmonie, die außer Mozart-Kompositionen „Rheinische Kirmestänze“ von Bernd Alois Zimmermann präsentieren. Am Samstag, 5. Juli, 19.30 Uhr, sind die Streicher des Sinfonieorchesters an der Reihe: Sie spielen unter der Leitung von Konzertmeister Nikolaus Boewer Mozarts Divertimento Nr. 15 B-Dur, die Serenade Nr. 6 in D-Dur und das Divertimento D-Dur . „Das Rezitativ und die Liebe“ ist der Titel einer Kammermusik-Matinee am Sonntag, 6. Juli, 11 Uhr, im Historischen Ratssaal. Dabei begleiten Solisten der Staatsphilharmonie den Schauspieler, Kabarettisten und Regisseur Michael Quast, der von den „lebens- und liebeslustigen Eskapaden“ des „Don Giovanni“ erzählt und singt. Opern-Atmosphäre soll schließlich das Abschlusskonzert am Sonntag, 6. Juli, 18 Uhr, in die Dreifaltigkeitskirche zaubern: Dann leitet Karl-Heinz Steffens Holzbläser der Staatsphilharmonie und den Speyerer Domchor bei Begleitmusiken zum Mozart-Drama „Thamos, König in Ägypten“. Gesangssolisten sind Anne-Katrin Steffens (Sopran), Martha Luise Jordan (Mezzosopran), Semjon Bulinsky (Tenor) und Florian Küppers (Bariton).

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