Saarbrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Rasen im Ludwigspark: Erstes Spiel am Sonntag

Am Montag ist der Startschuss für den neuen Rasen im Ludwigspark gefallen: Wenn alles gut geht, kann sich das neue Grün schon am
Am Montag ist der Startschuss für den neuen Rasen im Ludwigspark gefallen: Wenn alles gut geht, kann sich das neue Grün schon am Sonntag bei einem Heimspiel beweisen.

Im Saarbrücker Ludwigsparkstadion wird fleißig der neue Rasen ausgerollt. Am Sonntag steht das erste Spiel gegen Arminia Bielefeld an. Und schon wieder ist Regen vorhergesagt.

Seit Montag wird im Saarbrücker Fußballstadion der neue Rollrasen verlegt. Schon am Sonntag soll darauf die Drittligapartie Saarbrücken gegen Bielefeld stattfinden. Das Drama um das marode Stadiongrün geht mit den aktuell stattfindenden Arbeiten ins nächste Kapitel über. Selbst wenn der Rasen hält, soll er in der Sommerpause so oder so wieder herausgerissen werden, um den gesamten Platz samt Drainage zu erneuern. Die aktuelle Übergangslösung kostet 200.000 Euro. Bis zur Sommerpause werden noch sieben Spiele im Ludwigspark stattfinden − sollte Saarbrücken im bereits verschobenen DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Mönchengladbach am 12. März gewinnen, dann sind es sogar acht Spiele. Das Spiel startet um 20.30 Uhr.

Nasse Partien, zwei abgebrochene Spiele

Selbst mit der Übergangslösung ist das eigentliche Problem des Ludwigspark-Rasens jedoch nicht gelöst. Auch am kommenden Sonntag müsse das Wetter mitspielen, damit es nicht erneut zu massiver Staunässe auf dem Spielfeld kommt. Blick in die aktuelle Wettervorhersage: Regen am Vormittag, am Nachmittag trocken.

Den Rasen rundum zu erneuern wurde bereits vor dem abgeblasenen Pokalspiel gegen Mönchengladbach beschlossen. Der Abend des 7. Januar verlief für Spieler und Fans alles andere als geplant. Der Rasen stand unter Wasser, die Unparteiischen verkündeten kurz vor Anpfiff, dass das Spiel wegen der Unbespielbarkeit des Grüns abgesagt wird. Die Reaktion der Fans war eine Mischung aus Wut und Belustigung über den FC Saarbrücken. Vor allem der Versuch, mit Laubbläsern das Wasser vom Acker zu pusten, hat im Internet zu zahlreichen spöttischen Kommentaren geführt. Teilweise wurden sogar „Witz-Bilder“ erstellt, bei denen etwa die Laubbläser auf ein Bild der überfluteten Stadtautobahn – ebenfalls ein öfters in Saarbrücken vorherrschendes Problem – geschnitten wurden. Darunter prangte der Text: „Neue Taktik gegen Überflutung der Stadtautobahn – Made in Saarbrücken“. Das Spiel gegen Mönchengladbach war dabei nicht das erste, das wegen des Ludwigpark-Rasens sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist. So wurde auch die zweite Halbzeit im Liga-Spiel gegen Dresden vor einigen Wochen verschoben und auch ums Pokalspiel gegen den FC Bayern stand es anfangs schlecht.

Imageschaden und Regressforderung befürchtet

Schuld an der Überflutung beim Pokalspiel war laut Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) nicht die kaputte Drainage unterm Ludwigspark, sondern die Sperrschicht in fünf Zentimetern Tiefe. Anfang vergangene Woche entschuldigte er sich öffentlich bei den Saarbrückern sowie den Spielern und Fans aus Mönchengladbach. Sportdezernent Patrick Berberich befürchtete, dass es ohne Übergangslösung einen Verlust von Mieteinnahmen sowie etwaige Regressansprüche gegenüber der Stadt geben könnte. „Ganz abgesehen vom weiteren Imageschaden“, ergänzte Berberich.

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