Saarpfalz-Kreis/Saarbrücken Hochwasser: Züge fallen aus, Firmen können Kurzarbeitergeld beantragen

Die Aufräumarbeiten gehen am Dienstag auch entlang der Saar weiter. Unser Foto zeigt die Berliner Promenade an der Saar, die weg
Die Aufräumarbeiten gehen am Dienstag auch entlang der Saar weiter. Unser Foto zeigt die Berliner Promenade an der Saar, die wegen des Hochwassers am Wochenende nicht mehr zu sehen war. Unterdessen bleibt die Stadtautobahn weiterhin gesperrt – so lange, bis keine Überflutungsgefahr mehr bestünde.

Überflutete Keller und Straßen, diese Woche noch gestrichene Bahnverbindungen, und voraussichtliche Schäden in Millionenhöhe: Auch im Saarland hat das Hochwasser Spuren hinterlassen. Und die Frage: Was tun, wenn sich das Starkregenereignis wiederholt?

Eins ist für Landrat Theophil Gallo (SPD) sicher: Solche Krisen wird man auch in Zukunft nur gemeinsam bewältigen können. So war das auch am Wochenende, als der heftige Regen am Samstagabend unter anderem die Blieskasteler Altstadt überflutete und viele Menschen ihres Hab und Guts beraubte. Gallo spricht von einer „bewegenden Solidarität“, mit der Bürger in den Gemeinden „ohne große Umschweife mit angepackt haben“.

Der Kreis werde in den nächsten Wochen „eine ganze Reihe von Hausaufgaben zu erledigen haben“, sagt Gallo. Wie sehen die aus? Die Erkenntnisse des Hochwassers müssen ausgewertet, die Einsatzpläne optimiert, die Gefahrenabwehr gestärkt, und Vorräte wichtiger Ressourcen, wie etwa Treibstoff für die Einsatzfahrzeuge, angesammelt werden.

Zugverbindungen zwischen Saarbrücken und Trier fallen aus

Wegen Schäden auf Bahngleisen fallen zudem voraussichtlich bis Freitag die Regionalzüge zwischen Trier und Saarbrücken aus, teilte die Deutsche Bahn am Dienstag mit. Es gebe einen Ersatzverkehr mit sechs Bussen zwischen den beiden Städten – ohne Zwischenhalt. Zudem fahren keine Züge zwischen Saarburg und Merzig. Auch auf dieser Strecke sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Kurzarbeit für Betriebe mit Hochwasser-Schäden

Eingerichtet hat die Agentur für Arbeit am Dienstag auch eine Hotline, mit der Betriebe für ihre Beschäftigten Kurzarbeitergeld bekommen können, wenn diese wegen der Hochwasserschäden nicht arbeiten können. Die Beschäftigten, in deren Firmen die Arbeit deshalb ausfällt, dürften bei Aufräumarbeiten im Betrieb helfen und müssten keine Arbeitszeitkonten ausgleichen oder Urlaubstage nehmen. Dasselbe gelte für Produktionsbetriebe, die von ihrem Zulieferer wegen des Hochwassers kein Material erhalten – und auch für Zulieferer. Die Betriebe, die Kurzarbeit beantragen wollen, erreichen die Hotline unter der 0800 4555520. Infos zum Kurzarbeitergeld gibt es hier.

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