Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Tore, Träume, Temperamente: Terrence Boyd und seine Kenntnisse über „Schwanne-Häschde“

Helmut Igel
Helmut Igel

RHEINPFALZ-Mitarbeiter Helmut Igel widmet sich in seiner Amateurfußball-Kolumne jungen Kickern aus dem Wasgau im Fritz-Walter-Stadion und der Serie von Spielausfällen.

Ist Zuck Millionär oder nicht?

Da wurden Träume wahr: Am Samstagabend durften zwölf Kinder, die in der F-Jugend der Spielgemeinschaft Lug/Schwanheim/Hauenstein kicken, mit den Profis des 1. FC Kaiserslautern und des Hamburger Sportvereins, als sogenannte Einlaufkids zur Aufstellung vor dem Match an der Hand eines FCK-Profis in das ausverkaufte Fritz-Walter-Stadion einlaufen.

„Das war nicht nur für die Kleinen unfassbar überwältigend“, erzählt der Trainer der Sechs- und Siebenjährigen, Marian Block. Die WM-Arena auf dem Betzenberg war mit 49.000 Zuschauern proppenvoll, und just beim Einlauf wurde jede Menge Pyrotechnik abgefackelt. Milan Block (7) hatte FCK-Kapitän Jean Zimmer an der Hand, Maira Brödel begleitete den Schiedsrichterassistenten auf das Grün, und Maximilian Scheiwe durfte mit Torjäger Terrence Boyd einmarschieren.

Die Kinder aus dem Wasgau hatten zuvor Losglück gehabt. Denn eine Münze entschied darüber, ob die Minis aus der Verbandsgemeinde Hauenstein nun mit den Spielern des HSV oder denen des FCK einlaufen durften. „Der FCK hat sich richtig Mühe gegeben, die Sache mit den Einlaufkids top organisiert“, lobt Block.

Vor dem Zweitliga-Topspiel hatte es mit dem verletzten Hendrik Zuck ein Zusammentreffen gegeben, bei dem der Nachwuchs dem FCK-Profi, der auch schon beim SC Freiburg und bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag stand, Fragen stellen durfte. Die immer wiederkehrende Frage: ob der 33-Jährige Millionär wäre. Wurde von diesem jedoch nicht abschließend beantwortet. Zuck schrieb zudem nimmermüde Autogramme.

Die Kleinen durften etwa zehn Minuten vor der Begegnung die Spieler- und Trainerbank begutachten (Schnappschüsse inklusive) und gingen unmittelbar vor der Partie in den Spielertunnel, wo sie von den Profis an die Hand genommen wurden. Übrigens: Terrence Boyd zeigte sich kommunikativ und fragte den kleinen Maximilian, wo er denn her komme. Max antwortete im Häschdner Slang: „Ei, vun Schwanne-Häschde.“ Boyd daraufhin: „Das kenne ich nicht.“

Einer war von den Erlebnissen beim 3:3 im Fritz-Walter-Stadion ganz besonders angetan: Johannes Seibel. Er war bis dato als Anhänger des FC Bayern München bekannt. Nach dem Betzebesuch sagte er: „Jetzt bin ich auch ein Fan von Kaiserslautern.“ Die Kinder durften das erst um 20.30 Uhr angepfiffene Match – natürlich – noch anschauen, bevor es wieder nach Hause ging: Block: „Wir waren noch nicht einmal aus Kaiserslautern draußen, da haben alle schon geschlafen.“

Vielleicht noch Spiele am 2. Advent

Der Regen sorgte dafür, dass am Wochenende im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken 23 der angesetzten 35 Herren-Spiele von der A- bis zur C-Klasse ausgefallen sind. „Verständlicherweise“, wie Kreisvorsitzender Reiner Ehrgott anmerkt, schließlich blieb in der vorhergehenden Woche kein Tag ohne intensiven Niederschlag. Groß ist die Terminnot deswegen noch nicht. Allerdings sind einzelne Vereine wie der SV Hochstellerhof oder der SC Busenberg nun mit immerhin schon drei Partien im Rückstand. Die Neuansetzung der ausgefallenen Spiele organisieren die jeweiligen Klassenleiter. Möglich sei, so Ehrgott, ein Spieltag am 10. Dezember, wenn eigentlich bereits Winterpause sein sollte, oder das Wochenende vor dem normalen Re-Start in 2024.

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