FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Tore, Träume, Temperamente: Ein Urteil, ein Phantom-Trainer und treffsichere Brüder

Helmut Igel
Helmut Igel

RHEINPFALZ-Mitarbeiter Helmut Igel fiel bei den Fußballern aus der Region Pirmasens auf, ...

... dass ein Verein drei Tage feiert.

Der Mai ist gekommen, und damit auch die Zeit der Meisterschafts- und Aufstiegsfeiern. Nach B-Klasse-Meister SC Busenberg kann im Wasgau nun auch die SG Bruchweiler schon feiern. Noch keinen Titelgewinn, aber immerhin den Aufstieg in die B-Klasse. Zwei Spiele hat die SGB in der Aufstiegsrunde der C-Klasse-Gruppen C und D noch zu absolvieren, doch nach dem 7:0 am Freitagabend gegen die SG Donsieders/Clausen beträgt der Vorsprung auf den Tabellendritten, die SG Kröppen/Vinningen, uneinholbare sieben Punkte. Und da hier die beiden Erstplatzierten direkt aufsteigen, ist die Rückkehr der SGB in die B-Klasse perfekt.

„Am Freitag um Mitternacht waren noch mehr als 100 Gäste im Sportheim“, berichtete ein glückstrahlender SGB-Vorsitzender Jan Wagenblatt. Viele Fußballer, die einst für Bruchweiler in der Verbandsliga (2003 bis 2006) und Landesliga (1994 bis 2003 und 2006 bis 2010) spielten, kamen zum Gratulieren – „fast als Erster“, so Wagenblatt, der einstige SGB-Spielertrainer und heutige Verbandsbürgermeister Michael Zwick.

Am Samstag ging es dann nach Wagenblatts Worten „mit dem Bulldog“ durch die Wieslautergemeinde, und am Sonntag wurde zum Abschluss der Drei-Tages-Feier die zweite Mannschaft der „Bless-Kicker“ gegen Göcklingen/Klingenmünster II (4:4) angefeuert.

Fünf Spielzeiten ackerte die SGB in der C-Klasse, ehe mit dem oberligaerfahrenen Bruchweilerer Jannik Nagel als Spielertrainer nun die Rückkehr in die B-Klasse gelang. Wagenblatt: „Das war überfällig.“ Jetzt soll am kommenden Sonntag in der Partie gegen den aktuellen Zweiten aus Höheischweiler auch noch die Meisterschaft klargemacht werden.

... dass in einem Spiel alle Brüder treffen.

Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn in einer A-Klasse-Mannschaft wie der des SV Lemberg drei Brüderpaare am Ball sind. Beim 11:0 der Lemberger am Sonntag gegen die VB Zweibrücken II waren dies Moritz und Lukas Kilian, Julian und Daniel Koch sowie Tobias und Dennis Siewert. Und jeder der sechs schaffte es tatsächlich, sich in die Torschützenliste einzutragen. Sind Treffer der eher offensiv ausgerichteten Kilian-Brüder sowie von Tobias Siewert und Julian Koch nicht selten, so findet man Innenverteidiger Dennis Siewert und Außenverteidiger Daniel Koch eher selten unter den Torschützen. „Da freuten sich die Brüder der beiden ganz besonders über die Tore“, erzählte SVL-Coach Alexander Beuerle. „Sieger“ beim brüderlichen Toreschießen war Julian Koch, der gleich dreimal den Ball im gegnerischen Kasten unterbrachte.

Übrigens: Weil die Zweibrücker mit nur elf Spielern angereist waren, dann zwei Kicker verletzungsbedingt verloren und Lemberg stets mit reduzierte, waren es beim Schlusspfiff nur noch je acht Feldspieler.

... dass bei „Fussball.de“ der Ex-Trainer coacht.

Die RHEINPFALZ hatte den Trainerwechsel beim FC Fischbach vermeldet. Für den aus beruflichen Gründen kürzer tretenden Jürgen Becker übernahm Daniel Steigner als Chef- und David Andreas als Co-Trainer. Doch obwohl Steigner bereits am 3. April den FCF beim Spiel in Thaleischweiler betreut hatte, steht im Internet-Verbandsportal „Fussball.de“ zum Rückspiel am Sonntag, 15. Mai, dass Becker Fischbachs Coach sei. „Das ist natürlich nicht so“, will FCF-Vorstand Sebastian Kunz keine Missverständnisse aufkommen lassen. Da sei wohl der Name von Becker als Trainer voreingestellt und noch nicht abgeändert worden. Sportvorstand Markus Schlick werde das ändern, versprach Kunz. Merke: Prinzipiell ist eine gewisse Skepsis angebracht gegenüber dem, was so in „Fussball.de“ kursiert.

... dass am Mittwoch ein wichtiges Spiel ist.

Eigentlich hätte in der A-Klasse die Partie FK Petersberg gegen SV Obersimten am 10. April ausgetragen werden sollen. Doch dann bäumte sich der Winter ein letztes Mal auf und überzog den Platz mit einer Schneedecke. Daraufhin sperrte der Petersberger Ortsbürgermeister den gemeindeeigenen Rasen. Obersimten wollte diese Entscheidung nicht hinnehmen und legte Protest gegen die Verlegung des Spiels ein. Jetzt fiel die sportgerichtliche Entscheidung. „Der Einspruch Obersimtens wurde abgewiesen“, informierte A-Klasse-Leiter Reiner Ehrgott.

Die Partie ist nun für Donnerstag, 19 Uhr, angesetzt. Erst am Sonntag gewann der SVO in Obersimten gegen Petersberg mit 4:2 und hat als Tabellenzweiter nun drei Punkte Vorsprung auf Petersberg – der Vizemeister erreicht die Aufstiegsrunde zur Bezirksliga. Gewinnt am Donnerstag Petersberg, steht die Spielvereinigung Waldfischbach/Burgalben schon als Meister fest. Es dürften also einige Beobachter aus der benachbarten Doppelgemeinde nach Petersberg kommen ...

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