FUSSBALL
SC Busenberg nach Gala-Vorstellung von Felix Burkhard im Pokalfinale
Obwohl sich die B-Klasse-Fußballer des SC Busenberg zuvor in den 90 Minuten auf dem Rasen eigentlich völlig verausgabt hatten, tanzten sie am Sonntagnachmittag nach dem Abpfiff des Kreispokal-Halbfinals gegen den SVN Zweibrücken ausgelassen im Mittelkreis und skandierten: „Finale!“ Mit 4:3 (2:1) schlugen die Busenberger die eine Klasse höher spielenden Niederauerbacher, nachdem sie zwischenzeitlich eine 3:1-Führung verspielt hatten, und treffen nun im Endspiel auf den FK Petersberg. Für den Verbandspokal 2022/23 sind alle Halbfinalteilnehmer qualifiziert.
Becker macht das 4:3
Die Entscheidung fiel in der vierten Minute der Nachspielzeit. Felix Burkard trat beim Stand von 3:3 einen Freistoß aus gut 40 Metern in Richtung Zweibrücker Tor. SVN-Keeper Robin Koch hatte den Ball schon in den Armen. Doch zum Entsetzen seiner Mitspieler ließ er den scharf getretenen Ball noch mal zu Boden fallen. Der am schnellsten nachsetzende Lukas Becker stocherte den Ball unter dem Jubel der einheimischen Zuschauer zum Siegtor über die Linie.
„Wir hätten kurz zuvor auch das 4:3 machen können. Aber insgesamt war das ein offener Schlagabtausch und ein Fifty-fifty-Spiel. Deshalb geht das Ergebnis durchaus in Ordnung“, sagte Zweibrückens Trainer Andreas Hergert nach dem Schlusspfiff. In der Tat hatte Aaron Feß fünf Minuten vor dem Ende nach einem weiten Schlag aus der eigenen Hälfte den Ball nur um Haaresbreite verpasst, Der herausgeeilte Busenberger Schlussmann Janik Klemm konnte klären.
„Nicht so gut ausgesehen“
„Über die gesamten 90 Minuten hatten wir mehr Torgelegenheiten. Die beiden Gegentore in der zweiten Hälfte fielen aus dem Nichts. Trotzdem haben wir insgesamt wenig zugelassen. Bei unserem Siegtreffer hat der Torwart der Gäste natürlich nicht so gut ausgesehen“, sagte der glückliche Busenberger Spielertrainer Felix Burkhard nach der Begegnung.
Das A-Klasse-Team aus Zweibrücken hatte insgesamt etwas mehr Ballbesitz, doch die eine Klasse tiefer spielenden Busenberger verteidigten geschickt und mit Leidenschaft. Zudem strahlte der SCB jederzeit Torgefahr aus – und das fast immer in Gestalt von Burkhard, den die Abwehr der Niederauerbacher zu keiner Zeit in den Griff bekam.
Tangermann legt auf
Zu den ersten beiden Burkhard-Treffern lieferte der emsige Daniel Tangermann die Vorarbeit. Beim 1:0 schüttelte Burkhard einen Gegner ab und schoss aus halblinker Position scharf ins lange Eck (13.). Beim 2:1 (28.) drehte er sich geschickt um einen Gegner und traf mit einem Schlenzer ins linke Toreck. Und auch bei Treffer Nummer drei nutzte der Ex-Oberligastürmer seine Schnelligkeitsvorteile. Mit einem kurzen Antritt war er an Jamal Boudjemai vorbei und ließ einen knallharten Schuss ins kurze Eck folgen – 3:1 (60.). Um ein Haar hätte Burkhard noch ein Tor erzielt, doch ein SVN-Verteidiger klärte auf der Torlinie.
Die Zweibrücker kämpften sich nach dem Zwei-Tore-Rückstand zurück in die Partie. Nach einem Steilpass schlug der Busenberger Carl Hamers über den Ball, Feß steuerte allein aufs Busenberger Tor zu und traf zum 2:3 (65.). Nach 79 Minuten gelang den Gästen der Ausgleich. Den Freistoß des agilen Stephan Grauer, der nach 18 Minuten auch das 1:1 besorgt hatte, konnte Busenbergs Klemm noch zur Ecke klären. Den fälligen Eckstoß lenkte Busenbergs André Bollinger beim Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor.
SO SPIELTEN SIE
SC Busenberg: Klemm - Engel, Weis, Burkhart, Hamers - Köhler, Tangermann (67. Sarter) - Becker, Epp, Bollinger - Burkhard
SVN Zweibrücken: Koch - Schäfer (75. Schöb), Teuscher (46. Butt), Boudjemai, Seibert - Mohammad, Mayer, Schmidt, Feß - Grauer, Litzenberger
Tore: 1:0 Burkhard (13.), 1:1 Grauer (18.), 2:1, 3:1 Burkhard (28., 60.), 3:2 Feß (65.), 3:3 Bollinger (79., Eigentor), 4:3 Becker (90.+4) - Gelbe Karten: Weis - Boudjemai, Mayer, Schmidt - Beste Spieler: Burkhard, Burkhart, Tangermann, Weis - Grauer, Mayer, Schmidt - Zuschauer: 300 - Schiedsrichter: Kochert (FC Fehrbach).