Fußball
Hermersbergs Trainer Mayer muss sich von seinem Team fernhalten
Am letzten Spieltag vor der Winterpause in der Fußball-Verbandsliga sollen sich, wenn es die Witterung zulässt, der FK Pirmasens II und der SV Hermersberg zum Derby auf der Husterhöhe treffen (Anstoß: Sonntag, 16 Uhr). Hermersbergs Trainer Jens Mayer darf sein Team wegen einer Rot-Sperre während der 90 Minuten nicht betreuen.
„Ich bin nach dem Abpfiff zu unserem verletzten Spieler Christoph Metzger gegangen und habe dann den Schiri in ruhigem Ton gefragt, ob das kein Foul gewesen sei. Daraufhin hat er mir sofort Rot gezeigt“, kann Hermersbergs Coach Mayer die Entscheidung beim 1:1 gegen Hassia Bingen immer noch nicht nachvollziehen. Es sei schon bitter, dass er durch diese Sperre ausgerechnet die Partie in Pirmasens verpasse.
Mayer: Sprechen im Vorfeld alle Situationen durch
Beim SV Hermersberg haben neben Trainer Mayer und Co-Spielertrainer Patrick Freyer, die beide dieses Jahr schon in der FKP-Traditionsmannschaft aufgelaufen sind, weitere Spieler eine FKP-Vergangenheit. „Da ist die Motivation noch etwas größer als sonst. Da gibt jeder besonders Gas“, weiß Mayer, der sein Team aber auf das Spiel einstellen wird. Von 15.30 Uhr bis 30 Minuten nach dem Abpfiff darf der Trainer dann nicht zur Mannschaft. Während des Spiels werde wohl wieder jemand vom Verband kommen, um zu kontrollieren, dass er keine Anweisungen gibt. „Aber Patrick Freyer und Marius Müller sind ja auch noch da. Wir sprechen im Vorfeld der Partie alle möglichen Situationen durch“, erläutert Mayer.
Aus der Sicht von Christopher Ludy, Spielertrainer des FKP II, ist die Trainersperre beim Gegner kein Vorteil für sein Team. „Die Jungs aus Hermersberg wissen, was zu tun ist. Ich denke nicht, dass das ein Problem für die ist“, erklärt Ludy.
Hermersberg kann mit Lokalrivalen gleichziehen
Mit einem Sieg könnte Hermersberg, das sechs Plätze, aber nur drei Punkte hinter dem Tabellensechsten Pirmasens liegt, mit dem Lokalrivalen gleichziehen. Mayer: „Das ist das Ziel. Wenn es am Ende ein Punkt wird, ist das auch okay.“ Seit Hermersbergs Wiederaufstieg in die Verbandsliga 2022 gab es in den bisherigen Derbys stets ein Unentschieden.
„Es wurde schon oft gesagt, aber alles ist tatsächlich eng beisammen. Man kann schnell weiter oben, aber auch weit unten sein. Deshalb muss man jedes Wochenende hart um drei wertvolle Punkte kämpfen. Gegen Hermersberg wollen wir unbedingt einen Sieg“, betont Ludy, dessen Team vor zwei Wochen beim Tabellenzweiten Herxheim siegte, um eine Woche später beim abstiegsgefährdeten TuS Rüssingen zu verlieren.
FKP II rechnet mit Verstärkung aus Oberligakader
Da das Oberligaspiel der ersten Mannschaft des FKP in Bitburg bereits abgesagt wurde, kalkuliert Mayer mit zwei, drei Verstärkungen aus dem Oberligakader. „Die haben die Möglichkeit dazu, das ist völlig legitim. Das kann für uns keine Ausrede sein“, merkt Hermersbergs Trainer zu diesem Thema an. Sein Gegenüber Ludy bewertet die Situation so: „In den letzten Wochen konnten wir nicht immer alle Plätze im Kader besetzen. Ich denke, dass das Kontingent am Sonntag voll ausgeschöpft wird. Aber es werden sicher keine sechs oder sieben Jungs aus dem Oberligakader dabei sind.“
Ludy sieht beim Gegner viel Qualität bei Standardsituationen, aber nicht nur dies. „Hermersberg überzeugt durch mannschaftliche Geschlossenheit und Zweikampfpräsenz – und hat mit ,Padde’ Freyer einen für diese Klasse überragenden Spieler in der Offensive.“ Der SVH-Coach wiederum betont, dass der FKP II „laufstark“ sei. Mayer: „Bei diesem Team kann man nicht damit rechnen, dass es am Ende nachlässt.“