Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Hauensteiner Stephan Riffel läuft in 19 Stunden alle acht Wasgaucup-Strecken

Der „Laufverrückte“ und sein Team: von links Timo Leiser, Silke Herrgen, Jana Burkhart, Stephan Riffel, Ulf Wilke (verdeckt), Uw
Der »Laufverrückte« und sein Team: von links Timo Leiser, Silke Herrgen, Jana Burkhart, Stephan Riffel, Ulf Wilke (verdeckt), Uwe Dillenkofer (teils verdeckt), Kerstin Riffel und Christian Bauer.

Der Hauensteiner Stephan Riffel ist in 19 Stunden sämtliche acht Wasgaucup-Trails plus die Strecken zwischen den einzelnen Orten gelaufen. Es war nicht sein erstes sportliches Abenteuer.

Dass die acht Läufe des Wasgaucups anspruchsvoll sind, ist hinlänglich bekannt. Dass jemand auf die Idee kommt, alle acht Läufe plus die Verbindungswege an einem Stück – ohne Pause – zu joggen, das ist nicht nur außergewöhnlich, das muss ein „Laufverrückter“ im besten Sinne sein. Stephan Riffel aus Hauenstein hat das Laufabenteuer am Dienstag, 30. April, um 16 Uhr begonnen und am 1. Mai rechtzeitig zum Zieleinlauf der Teilnehmer beim Laufspaß in Lemberg beendet.

Innerhalb von weniger als einem Tag ist der 44-Jährige 140 Kilometer mit 3500 Höhenmetern gejoggt, ständig begleitet von einem „Supporter-Team“. Die Begleiter: Ehefrau Kerstin, Christian Bauer, Alex Memmer, Silke Herrgen, Timo Leiser, Ulf Wilke, Uwe Dillenkofer, Jana und Matthias Burkhart. Keiner lief aber wie Riffel die kompletten 140 Kilometer.

Sicherheit geht vor. „Nach der Arbeit bin ich von Birkweiler aus losgelaufen in Richtung Hohenberg-Trail“, berichtet der Außendienstleiter. Es folgte der Höllenberg-Trail in Spirkelbach. Von dort ging es nach Wilgartswiesen. Dort stand der Deichenwand-Trail an. Trotz effektiven LED-Stirnlampen – so ganz ungefährlich war der Nachtlauf nicht. Hinzu kamen erste Bedenken. „Warum mach’ ich so was?“, erzählt Riffel. Seine Mitstreiter hätten ihn wieder aufgebaut und während der Nacht bei Laune gehalten – trotz der Magenkrämpfe, die ihm eher keinen Spaß bereitet haben. „Aufgeben ist aber keine Devise“, motivierte er sich für die nächsten anspruchsvollen Trails.

Um 5.45 Uhr geht es auf den letzten Abschnitt

Gegen 23.30 Uhr kam der Tross in Hinterweidenthal an. Bis zum frühen Morgen spulten sie den Hexepäddl-Lauf, den Martinslauf und den Teufelstisch-Trail ab. Damit nicht genug. Weiter ging es nach Dahn zur Eyberglauf-Strecke. Um 5.45 Uhr war auch diese absolviert, und es folgte der letzte Abschnitt zunächst hinauf nach Lemberg zum Burg-Parkplatz, um von dort den abschließenden „Lemberger Laufspaß“, den neu kreierten Trail über 10,5 Kilometer, zu joggen.

Tochter Helene überwachte ihren Papa mit ihrem Handy mittels der Funktion „Livestandort“. „Ich sehe genau, wo er gerade läuft“, sagte die Zehnjährige, sehnsüchtig und erwartungsvoll in Richtung „Langmühler Aussicht“, von der der Papa kommen sollte, blickend. Es war kurz nach 11 Uhr, der Tross der Läufer des Lemberger Laufspaßes war einige Minuten auf der Strecke, als auch Stephan Riffel unter dem Applaus der Zuschauer, unter denen sich das Lauf-Abenteuer schon herumgesprochen hatte, ankam und auf das letzte Achtel der Strecke ging. Ehefrau Kerstin und sämtliche Supporter nahmen ihn quasi in die Zange. Alle erreichten heil das Ziel. Die Freude war groß, aber auch die Müdigkeit. Zur Belohnung gab’s von der Tochter ein großes Eis, Ehefrau Kerstin hatte als Überraschung eine Pizza gebacken und jede Menge Lieblingspasta.

Es ist nicht das erste Abenteuer, das Stephan Riffel gemeistert hat. Er ist auch schon 8848 Höhenmeter, die Höhe des Mount Everest, mit dem Fahrrad zigmal von Wilgartswiesen hinauf zum Hermersbergerhof gefahren. Ein anderes Projekt war „Queich 100“: Er joggte dabei 100 Kilometer um die Queichquelle bei Hauenstein. Es würde nicht überraschen, sollte es eine Fortsetzung der Abenteuerreisen des Stephan Riffel geben .

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