Fußball
Hauenstein hält Meisterfrage offen, Eppenbrunn erwartet Spitzenreiter Steinbach
Unter den Augen von Daniel Geiger, Spielertrainer des SV Büchelberg (vermutlich Vizemeister der Landesliga Ost und möglicher SCH-Gegner in den Aufstiegsspielen zur Verbandsliga), und Rieschweilers Coach Björn Hüther – die abstiegsbedrohte SG Rieschweiler muss am letzten Spieltag in Hüffelsheim antreten – lieferte der Tabellenzweite eine bärenstarke Leistung ab. Einziges Manko der Hauensteiner: die Chancenverwertung. Mit dem 4:1 waren die Gäste noch gut bedient.
Letztes Heimspiel?
Zwar erzielte der starke Tim Keiser, der in der 18. Spielminute nach schöner Vorarbeit von Luca Schmidt das 1:0 gemacht hatte, nur drei Minuten nach Wiederanpfiff auch das 2:0, doch danach vergaben Schmidt, Leon Schehl und Tim Scherer vor 180 Zuschauern weitere mögliche Treffer. Schmidt sorgte in Minute 72 für das 3:0. Der eingewechselte Mounir Rabahi erhöhte in seinem womöglich letzten Heimspiel für den Sportclub nur fünf Minuten später auf 4:0. Tim Kraft gelang drei Minuten vor dem Abpfiff Hüffelsheims Ehrentreffer.
Der SC Hauenstein, dessen zu Palatia Contwig wechselnder Spielertrainer Niklas Kupper vor der Partie ebenso wie Torhüter Kevin Jung und Rabahi verabschiedet wurde, kann am Sonntag bei eigenem Sieg in Meisenheim (Anstoß: 15 Uhr) mit Tabellenführer TuS Steinbach gleichziehen, wenn dieser zeitgleich bei der SG Eppenbrunn verliert.
Wer wird Viertletzter?
Die Eppenbrunner belegen aktuell Rang zwölf und damit den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz. Drei oder vier Teams müssen aus der 16er-Liga absteigen. Der VfR Kaiserslautern, der FSV Idar-Oberstein und der VfL Simmertal kommen nicht mehr von den letzten drei Plätzen weg, stehen damit als Absteiger fest. Doch wer wird Viertletzter? Eppenbrunns Vorsprung auf den aktuellen Viertletzten, die SG VfR Kirn/SC Kirn-Sulzbach, beträgt einen Punkt. Mit einem Sieg gegen Steinbach wäre das Team um SGE-Spielertrainer Christian Zarbel garantiert auch nächste Saison Landesligist. Das Gleiche gilt, wenn Kirn am Sonntag in Hackenheim verliert. Ein Entscheidungsspiel würde es geben, wenn Eppenbrunn verliert und die Kirner ein Unentschieden erreichen. Eppenbrunn wäre bei eigener Niederlage und einem Kirner Sieg Viertletzter, müsse dann darauf hoffen, dass es bei zwei Absteigern aus der Verbandsliga in die Landesliga West bleibt und zugleich der Vizemeister der Landesliga West in den Aufstiegsspielen erfolgreich ist.
„Wir wollen nicht spekulieren. Steinbach ist sicher eine ganz harte Aufgabe. Aber wir haben bewiesen, dass wir – gerade zu Hause – gegen Spitzenteams gut aussehen können“, sagt Zarbel, dessen Elf das Hinspiel in Steinbach nur knapp mit 2:3 verlor.
Hinteweidenthal tritt nicht an
Doch nicht nur Kirn (38 Punkte) und Eppenbrunn (39), sondern auch die SG Rieschweiler (40 Punkte, in Hüffelsheim) und sogar die Sportfreunde Bundenthal (41, gegen Rodenbach) und der FV Ramstein (41, in Idar-Oberstein) kommen noch für den viertletzten Platz infrage.
Zarbel sieht am Sonntag ein 50:50-Spiel für sein Team. „Es ist doch wunderbar, wenn es am letzten Spieltag so spannend zugeht. Bis auf die Langzeitverletzten Leininger und Wolfer sowie den gesperrten Grünfelder können wir personell aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Zarbel, der Steinbach als sehr erfahrenes, kompaktes Team mit Ausnahme-Torjäger Marcel Meinen bezeichnet. Der SV Hinterweidenthal tritt zu der für den Abstiegskampf nicht mehr relevanten Partie beim VfR Kaiserslautern nicht an.