Siewert, Koch und Kilian: Diese drei Namen tauchen in der Fußball-A-Klasse extrem oft bei den Partien des SV Lemberg auf. Kein Wunder, denn im Team von Trainer Alexander Beuerle spielen gleich drei Brüderpaare: Tobias und Dennis Siewert, Daniel und Julian Koch sowie Moritz und Lukas Kilian. Einer hat mal Oberliga-Luft geschnuppert, zwei spielen noch Tischtennis, einer ist extrem flexibel.
Die Siewerts:Dennis ist mit seinen 26 Jahren der ältere der beiden Brüder. In seiner Zeit beim FK Pirmasens kam er 2013 auf drei Kurzeinsätze in der Oberliga. Über den Umweg FC Dahn kehrte der, so Trainer Beuerle, „kampfstarke Innenverteidiger“, der auch mal als Sechser eingesetzt wird, zu seinem Heimatverein zurück. Der Groß- und Außenhandelskaufmann ist nach Beuerles Worten ein „unfassbarer Teamplayer“, der stets einen lockeren Spruch auf der Zunge habe. Einziges kleines Manko: Er vergesse schon mal gerne ein Utensil in seiner Sporttasche. „Deshalb haben wir ihm zu Weihnachten auch einen Föhn geschenkt“, merkt Beuerle schelmisch an. Tobias Siewert ist erst 22 und dennoch bereits ein Führungsspieler. „Er geht vorne weg“, charakterisiert Beuerle den offensiven Mittelfeldspieler, der in Mainz Medizin studiert. Beuerle: „Tobias ist extrem mannschaftsdienlich, will immer das Maximale erreichen und ist sehr weit im Kopf.“
Die Kilians:Moritz Kilian ist mit seinen 30 Jahren der Senior im SVL-Team. Der Bauingenieur wird meist in der Offensive auf der rechten oder linken Außenbahn eingesetzt, agiere dort „sehr rational, mit Bedacht und äußerst zuverlässig“, wie Beuerle sagt. Der verheiratete Familienvater könne „ein Spiel sehr gut lesen“ und verfüge über eine „gute Schusstechnik“. Sein 26-jähriger Bruder Lukas profitiert als Sturmspitze nicht selten von dessen Vorarbeit. Mit fünf Treffern ist Lukas Kilian aktuell Lembergs Top-Torschütze. Der liierte Vater sei, so Beuerle, „ein Sportler durch und durch“. Beide Kilians spielen auch Tischtennis beim TTC Pirmasens.
Die Kochs: Julian Koch (20) besticht nach den Worten seines Trainers durch Flexibilität: „Er kann als Zehner, Achter, im Sturm und in der Verteidigung eingesetzt werden.“ Der Stammspieler verfüge über eine „wahnsinnig gute Technik“, präsentiere sich „mutig und extrem zweikampfstark“. Sein drei Jahre älterer Bruder Daniel, ein Defensivspieler, sei etwas „schüchterner“. Beide studieren.
Die drei Brüder-Paare sind laut Beuerle Teil einer Mannschaft, in der sich „keiner so wichtig nimmt“. Beuerle: „Die Jungs machen es mir als Trainer leicht. Innerhalb des Kaders herrscht eine große Gemeinsamkeit.“ Alle verstünden sich sehr gut miteinander. Zufrieden mit der Punkteausbeute ist Lembergs Coach indes nicht. Man habe sich mehr erwartet als zwölf Punkte aus zwölf Spielen und Platz sechs unter den acht Teams in der Ost-Staffel der A-Klasse. Liebäugelte der SVL ursprünglich mit der Teilnahme an der Aufstiegsrunde, so ist die Qualifikation hierfür bei nur noch zwei ausstehenden Partien – am Sonntag gegen den Vorletzten Münchweiler und danach beim SV Hochstellerhof – kaum noch möglich. Es gelte nun, sagt Beuerle, gegen Münchweiler „drei wichtige Punkte gegen den Abstieg einzufahren“.
DAS PROGRAMM
A-Klasse Ost: Hochstellerhof - Fischbach (Sonntag, 14.30 Uhr), Lemberg - Münchweiler, Hilst - Hauenstein II (beide Sonntag, 15.15 Uhr)
A-Klasse West: VB Zweibrücken II - Thaleischweiler (Sonntag, 14.30 Uhr), Martinshöhe - SVN Zweibrücken, Contwig - Waldfischbach/Burgalben, (beide Sonntag, 14.45 Uhr), Petersberg - Großsteinhausen (Sonntag, 15.30 Uhr).