Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Das nächste Exil des TV Thaleischweiler

Sein TV Dahn hat achtmal in Serie gewonnen: Trainer Peter Dincher. Nun geht’s zum Tabellenführer.
Sein TV Dahn hat achtmal in Serie gewonnen: Trainer Peter Dincher. Nun geht’s zum Tabellenführer.

Nächster Tiefschlag für den TV Thaleischweiler: Weil es an der Sporthalle in Contwig, dem Ausweichquartier des TVT, gebrannt hat, drohte eine Absage aller Heimspiele am Wochenende. Nun ergab sich aber kurzfristig eine überraschende Lösung des Problems.

Maximilian Huber, der Handball-Abteilungsleiter des TV Thaleischweiler, schnaufte am Donnerstag im Gespräch mit der RHEINPFALZ tief durch. So hatte er sich das Ehrenamt nicht vorgestellt, das er im Vorjahr von Jochen Huber, dem Trainer des Frauenteams, übernommen hatte. Erst verzögerte sich die Sanierung der IGS-Sporthalle in Thaleischweiler-Fröschen um mehrere Monate, nun hat es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an einem Vorbau und an der Fassade der Ausweichhalle in Contwig gebrannt. Huber: „Inzwischen mache ich fast einen halben Tag nichts anderes mehr, als mich um Lösungen für die Hallenproblematik zu kümmern.“

Noch kein Ja für Bruchwiesenhalle

Huber versuchte daher am Donnerstag, die für Samstag angesetzten Verbandsliga-Partien der Männer und Frauen kurzfristig örtlich zu verlegen – wobei der Männer-Gegner, der TV Kirrweiler, schon vor dem Brand um eine Verlegung gebeten hatte, da er krankheitsbedingt erheblich dezimiert sei. Zum Ausweichtermin hätte aber wiederum Thaleischweiler Personalprobleme gehabt.

Einzige Option schien die Buchwiesenhalle in Waldfischbach-Burgalben zu sein. Dorthin wollte der TVT ohnehin die noch ausstehenden Spiele verlegen, doch es fehlten der Kreisverwaltung noch Rückmeldungen von Vereinen, die die benötigten Zeiten am Wochenende im Belegungsplan für Trainings zugesichert bekommen hatten, informiert Huber. Die Verwaltung hat den TVT am Donnerstagmorgen darüber informiert, dass die Contwiger IGS-Halle wohl auch noch am folgenden Wochenende gesperrt bliebe.

Notlösung

Am Donnerstagabend wurde nun bekannt, dass der TV Thaleischweiler alle Heimspiele am Wochenende – auch die der Jugend – in der Pirmasenser Kirchberghalle austragen kann. Die Frauen spielen dort am Samstag ab 17 Uhr gegen die HR Göllheim/Eisenberg, die Männer ab 19 Uhr gegen Kirrweiler.

Auf Aufstiegskurs liegt der TV Dahn (16:4 Punkte, acht Siege in Serie) in der Bezirksliga, wo am Samstag um 20 Uhr das Topspiel bei Ligaprimus TB Assenheim (22:0) angepfiffen wird. „Mental ist das ein einfaches Spiel. Wir sind nicht Favorit, ein Punkt wäre eine Zugabe“, sagt TVD-Trainer Peter Dincher. Er wolle und müsse den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga „nicht mit Gewalt“ erreichen, würde ihn aber „dankend annehmen“, sollte es am Ende so kommen.

Viel trainiert

Nachdem der Gegner im Hinspiel noch eine völlige Unbekannte war, wissen die Dahner nun, was auf sie zukommt, sagt Dincher, der auf Nico Dauenhauer verzichten muss. Dieser hatte sich im Spiel gegen die SG Lambsheim/Frankenthal Anfang Dezember den Ellenbogen ausgekugelt. Dincher: „Das braucht noch etwas Zeit.“ Ansonsten könne er personell aus dem Vollen schöpfen. Seine Mannschaft sei „durch die Erfolgsserie nun ein ganzes Stück gefestigter als im Hinspiel“. Die Vorbereitung nach der Weihnachts- und Neujahrspause begann der TVD bereits am 2. Januar und hat seither bereits acht Einheiten absolviert.

Zur Spielverlegung in der Vorwoche sagt Dincher: „Das kam so kurzfristig. Wir hätten die Punkte sicher auch so mitnehmen können, aber das halte ich nicht für sportlich. Wir wollten spielen.“ Dieses Spiel gegen die TG Oggersheim findet nun am Freitag, 22. März, statt.

„Geht nicht um Weltherrschaft“

Die Pfalzliga-Frauen des TV Hauenstein treten nach der ärgerlichen Niederlage bei Tabellenführer HSG Dudenhofen/Schifferstadt am Sonntag um 16 Uhr bei der HSG Landau/Land in Albersweiler an und könnten dem Team des scheidenden Trainers Akin Calisir, der ab Sommer bei den Südpfalz-Tigern anheuert und dort wohl Coach der Ex-Hauensteinerin Annalena Seibel werden wird, die Meisterschaftsambitionen mit einem Sieg zunichtemachen. „Wir wollen es besser machen als im Hinspiel, als wir unsere schlechteste Saisonleistung, bedingt durch das Fehlen von Laura Fuchs und die Rote Karte gegen Sina Siegel, abgeliefert haben“, sagt TVT-Trainer Björn Stoll, der auf einen im Vergleich zur Vorwoche unveränderten Kader setzen kann und den vierten Tabellenplatz verteidigen will.

Ein Protest gegen die Spielwertung der Vorwoche, als es zwei strittige Situationen im Spiel in Schifferstadt gegeben hatte, sei vom Tisch: „Ich habe mich darüber geärgert, aber ein Protest kostet nur Geld, es kommt im Erfolgsfall maximal zu einer Spielwiederholung und es geht ja nicht um die Weltherrschaft“, begründete Stoll dies. Die Sache sei abgehakt.

AUSSERDEM SPIELEN

Frauen-Bezirksliga: FSG Assenheim/Dannstadt/Iggelheim II - TV Dahn (Samstag, 18 Uhr, Kurpfalzhalle Dannstadt).

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