Fussball
Zwei zeitintensive Jobs im VfB Haßloch für Dennis Kindler
Kraft gebe ihm seine Familie, die Verständnis für seine Leidenschaft aufbringe. „Wenn meine Freundin, mit der ich zwei kleine Söhne im Alter von drei und eineinhalb Jahren habe, nicht mitspielte, wäre mein Engagement für den VfB nicht möglich“, sagt der Haßlocher, der in der Entwicklungsabteilung der John Deere AG in Mannheim arbeitet.
Kindler begann mit vier Jahren beim VfB Iggelheim mit dem Fußballsport. „Dort spielte ich bis zu den E-Junioren, bevor ich aufgrund unseres Umzugs nach Haßloch zum VfB wechselte. Dort war ich von der D- bis zur A-Jugend am Ball“, erzählt er. „Dann schloss ich mich noch als A-Junior dem FV 21 Haßloch an und wurde noch als Jugendlicher Stammspieler der Ersten Mannschaft, mit der ich nach drei Relegationsspielen gegen den FC Leistadt als ersten Höhepunkt meiner aktiven Karriere den Aufstieg von der C- in die B-Klasse schaffte.“ Vor seiner Rückkehr 2016 zum VfB Haßloch, für den er zunächst in der Zweiten Mannschaft aktiv war, hatte er zwei Jahre bei der TuS Lachen-Speyerdorf verbracht. „Dort wurde ich sogar Mannschaftskapitän der Ersten Garnitur “, sagt er stolz.
Stammspieler in der Ersten
Dass er es zum Stammspieler der Ersten VfB-Mannschaft geschafft habe, habe er dem damaligen Trainer Frank Lieberknecht zu verdanken: „Frank rief mich ein halbes Jahr nach meiner Rückkehr an, nominierte mich für ein Bezirksligaspiel.“
Zum frühen Beginn seiner Trainerkarriere sei er über Stefan Walburg gekommen. „Mein Mannschaftskollege Patrick Heilman und ich unterstützten Stefan bei der Mammutaufgabe, sowohl die A- als auch B-Junioren des VfB zu trainieren. So fand ich an dieser Aufgabe Gefallen“, sagt Kindler. Aufgrund einiger Verletzungen und Operationen habe er seine Spielerkarriere 2018 beendet und sich auf seine Trainerkarriere konzentriert. „Ohne Fußball zu leben, kam für mich überhaupt nicht in Frage“, betont er. Im März 2019 übernahm er beim VfB das Amt als Jugendleiter und gründete die JSG 08/VfB Haßloch, in der er selbst zwei Jahre die A-Junioren in der Landesliga trainierte.
Cotrainer in der Ballschule
Nachdem er 2019 an der Sportschule in Edenkoben die Trainer-C-Lizenz erhalten hatte, übernahm Kindler 2021 das Traineramt des VfB II. „Das macht riesig Spaß, da die Spieler hochmotiviert sind, was sich in der Trainingsbeteiligung widerspiegelt.“ Im Schnitt seien 18 Spieler in den Einheiten. Auch die Tatsache, dass die Spieler zuletzt immer wieder in der Landesliga-Elf ausgeholfen hätten, spreche für Qualität und Engagement. Zusätzlich zu seinen Aufgaben, zu denen auch die Regelung der Platzbelegung gehöre, unterstütze er die Ballschule als Cotrainer. Sein großer Sohn seit dort seit diesem Sommer aktiv.
Vor wenigen Wochen hat er in Edenkoben die Trainer-B-Lizenz mit Qualifizierung zur A-Lizenz erworben. Kindler: „Das macht mich sehr stolz und untermauert meine Ambitionen als Trainer. Natürlich möchte ich früher oder später mal selbst eine Erste Mannschaft trainieren oder im Trainerteam einer höherklassigen Mannschaft mit aktiv sein.“
Termine
- Landesliga: VfB Haßloch - VfR Grünstadt (Freitag, 19.30 Uhr);
- Bezirksliga: FG Mutterstadt - 1. FC 08 Haßloch, SV Geinsheim - VTG Queichhambach (beide Sonntag, 14.30 Uhr).