Neustadt
Was bis zum Jahresende so alles im Saalbau ansteht
Die dänische Sängerin, die mit dem Hit „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ 1963 (!) quasi über Nacht zu einer der beliebtesten Interpretinnen des deutschsprachigen Schlagers wurde und seitdem eigentlich nie weg war von der Bühne, sich aber musikalisch aber immer wieder neu erfunden hat, kommt schon am 28. Oktober in den Saalbau, und laut Veranstalterangaben gibt es für den Auftritt auch noch Karten. Unter dem Motto „Für immer und neu“ präsentiert sie in kleiner Besetzung mit Wolfgang Köhler am Flügel und Olaf Casimir am Bass ihre Lieblingssongs aus dem breiten Spektrum von Pop, Blues, Jazz, Musical und Volksliedern – aber auch auf Schlager, die alle mitsingen können, muss man nicht verzichten.
„The Scottish Music Parade“ kommt wieder
Etwa einen Monat später folgt das volkstümliche Schlager-Quartett „Voxxclub“, eine 2012 in München von damals noch sechs Studenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegründete Retortenband, die sich seitdem aber mit Hits wie „Rock mi“, „Donnawedda“ oder „A jeder“ recht wacker am Markt behauptet. Obwohl sie zumeist in Lederhosen auftreten und einen alpenländischen Musikstil pflegen, stammt die Mehrzahl von ihnen allerdings nicht gerade aus genuinen Gebirgsregionen, sondern aus schönen Flachland-Städten wie Basel, München oder Mainz. Nach Neustadt kommen die fünf nun auf ihrer „Wintertour 2023“ und versprechen das Feeling einer Après-Ski-Party, wobei sie auch einige ihrer privaten Weihnachtsbräuche preisgeben und witzige Anekdoten aus ihrem Tourleben erzählen wollen.
Eine weitere ziemlich originelle Veranstaltung, die sich zudem auch noch gut in den neuen Neustadter Kulturschwerpunkt Tanz einfügt, steht kurz vor Weihnachten an mit der Show „Breakin’ Mozart“, einer Kombination von Wiener-Klassik-Klängen mit Breakdance, die von dem Berliner Dirigenten, Pianisten und Opernregisseur Christoph Hagel realisiert wurde, der mit der Vorläufer-Produktion „Flying Bach“ den Klassik-Echo einheimste. Den Tanzpart übernimmt die „Dancefloor Destruction Crew“, kurz DDC, aus Schweinfurt, die schon zweimal bei einschlägigen Weltmeisterschaften erfolgreich war.
Davor, am 15. November, gibt es aber erst noch eine Wiederbegegnung mit der „Scottish Music Parade“, einer schottischen Truppe aus Edinburgh, die schon einmal vor knapp anderthalb Jahren im Saalbau zu erleben war und für ihre ganz und gar nicht kleinkarierte Dudelsack-Show damals geradezu frenetisch gefeiert wurde. „Im siebten Highland-Himmel“ titelte diese Zeitung seinerzeit.
Einige schöne Angebote für Kinder
Ansonsten machen sich Original-Produktionen für Erwachsene in diesem Jahr recht rar. Im Advent schaut wieder einmal die Bläserphilharmonie Mannheim vorbei, ein ambitioniertes, sinfonisch ausgerichtetes Amateurorchester mit recht jungem Altersdurchschnitt, das den Saalbau erstmals 2019 als Austragungsort für sein „Nikolauskonzert“ entdeckte und seitdem gerne wiederkommt. Doch sonst dominieren Tribute-Bands, wobei sich eine interessante Abfolge aus „Abba“, „Pink Floyd“ und „Queen“ ergibt, die am 5. Januar dann auch noch gleich mit einem Simon & Garfunkel-Tribute fortgesetzt wird und am 6. Januar mit einer Udo-Jürgens-Show. Veranstalter des „Abba“-Konzerts ist übrigens die Sparkasse Rhein-Haardt, die damit ihre PS-Verlosung flankiert.
Einige schöne Angebote gibt es auch wieder für das Publikum von morgen – als erstes schon an diesem Donnerstag das Familienmusical „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, das der Autor Christian Berg schon 1999 zusammen mit Liedermacher Konstantin Wecker auf der Grundlage von Michael Endes gleichnamigem Roman auf die Reise schickte. Ebenfalls noch im Oktober schaut der beliebte Kinder-TV-Held Woozle Goozle in einer Schauspielversion des „Theaters Lichtermeer“ aus Schleswig-Holstein vorbei und begibt sich dabei auf eine Zeitreise bis zurück in die Steinzeit. Kurz vor Weihnachten ist dann auch noch das poetische Weihnachtsmärchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zu erleben und kurz danach „Tarzan“ in einer Musical-Version des „Theaters Liberi“ aus Bochum, das schon seit Jahren regelmäßig zum Jahresende in Neustadt vorbeischaut. Den Abschluss macht am vorletzten Dezember-Tag dann – für Zuschauer jeden Alters – der Ballettklassiker „Der Nussknacker“, dargeboten von einer anscheinend in Neapel beheimateten Truppe.
Neuer Bühnenboden nach knapp 40 Jahren
Dargeboten werden all diese Veranstaltungen übrigens auf einem brandneuen Bühnenboden, denn dieser wurde in der Sommerpause unter nicht geringem Aufwand eingebaut. Bis dahin war immer noch der alte im Gebrauch, der vor knapp 40 Jahren nach dem großen Brand installiert worden war.
Die Termine
Donnerstag, 12. Oktober, 17.30 Uhr: „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, Familienmusical
Freitag, 20. Oktober, 16 Uhr: Woozle Goozle - Das Woozical
Samstag, 28. Oktober, 20 Uhr: Gitte Haenning live
Mittwoch, 15. November, 20 Uhr: The Scottish Music Parade
Freitag, 24. November, 20 Uhr: „Voxxclub“, Wintertour-Tour 2023
Mittwoch, 29. November, 20 Uhr: „Abba 99“, Revival-Band
Samstag, 2. Dezember, 20 Uhr: „Echoes“, A Tribute to „Pink Floyd“
Montag, 11. Dezember, 19.30 Uhr: Festliches Nikolauskonzert mit der Bläserphilharmonie Mannheim
Freitag, 15. Dezember, 20 Uhr: „We rock Queen“, Tribute-Konzert
Dienstag, 19. Dezember, 17 Uhr: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Weihnachtsmärchen mit Musik
Mittwoch, 20. Dezember, 19.30 Uhr: „Breakin' Mozart“, Klassik meets Breakdance
Donnerstag, 28. Dezember, 16 Uhr: Tarzan - das Musical, Theater Liberi
Samstag, 30. Dezember, 19 Uhr: „Classico Ballet Napoli“ tanzt „Der Nussknacker“
Noch Fragen?
Den Überblick über alle Saalbau-Termine gibt’s auch unter www.neustadt.eu/saalbau. Dort finden sich auch die Hinweise für die jeweiligen Vorverkaufsmodalitäten.