Am Rande der Bande RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Niederkirchen: Spielunterbrechung für die Nummer drei

Als Florian Heck im letzten Heimspiel des TuS Niederkirchen ausgewechselt wird, empfangen ihn seine Teamkollegen mit Geschenken.
Als Florian Heck im letzten Heimspiel des TuS Niederkirchen ausgewechselt wird, empfangen ihn seine Teamkollegen mit Geschenken.

Als Florian Heck, Fußballer des TuS Niederkirchen, ausgewechselt wird, stehen seine Teamkollegen Spalier.

„In Deidesheim darf ich mich jetzt wahrscheinlich nicht mehr blicken lassen“, meinte Andreas Scherer, Staffelleiter der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt, nachdem er Florian Heck vor dem letzten Heimspiel des TuS Niederkirchen gegen den FV Berghausen die Ehrenurkunde für die bereits zwei Wochen zuvor gesicherte Meisterschaft überreicht hatte. Grund für diese Aussage war ein Satz Scherers in seiner kleiner Ansprache, der bei manchen Niederkirchener Zuschauern für Schmunzeln sorgte: „Ihr habt dem Geißbock zweimal Hörner aufgesetzt und euch dadurch die Meisterschaft verdient“, sagte er in Anspielung auf den auf Tabellenplatz zwei gelandeten Lokalrivalen TSG Deidesheim, den der TuS in beiden direkten Duellen geschlagen hatte.

„In mir kommt halt manchmal der Fasnachter durch“, meinte Scherer, der regelmäßig Büttenreden hält. Der Staffelleiter betonte aber auch, er wünsche sich, dass sich die TSG Deidesheim in der Relegationsrunde mit den Tabellenzweiten der A-Klassen Rhein-Pfalz und Südpfalz durchsetze. Angesichts der bei den dann in der Bezirksliga Vorderpfalz in den Derbys zu erwartenden großen Zuschauerzahlen sicherlich auch ein Wunsch der meisten Fans beider Vereine.

Ein besonderes Trikot

Dass Florian Heck die Urkunde für die Meisterschaft als Spielführer entgegennehmen durfte, war eine Ehrerbietung ans Niederkirchener Urgestein. Er beendet seine Laufbahn nach der Saison. Auch seine Mitspieler hatten sich zu Hecks Abschied etwas einfallen lassen. Als er von TuS-Trainer Sven Ohlinger ausgewechselt wurde, standen viele Spalier und überreichten ihm ein Trikot mit seiner Nummer drei und Namensaufdruck sowie eine Collage mit Fotos, die seine Karriere dokumentieren. Schiedsrichter Matthias Schwenk aus Worms ließ die außergewöhnliche Unterbrechung der für Auf- und Abstieg bedeutungslosen Partie gerne zu.

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