Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Kaltstart gegen Bundesliga-Absteiger

Timo van der Bosch (im Bild) und Matthias Held sollen die verjüngte Neustadter Mannschaft führen.
Timo van der Bosch (im Bild) und Matthias Held sollen die verjüngte Neustadter Mannschaft führen.

Nicht, wie geplant, vor einer Woche, sondern erst am Sonntag startet Zweitligist SC Neustadt in die neue Runde. Der Gegner hingegen ist bereits glanzvoll in die neue Meisterschaftsrunde eingestiegen.

So hatte sich Thorsten Preuß den Saisonauftakt in der Zweiten Liga nicht vorgestellt. Der Coach des Wasserball-Zweitligisten SC Neustadt muss sich und sein Team ohne große Spielpraxis auf einen starken Gegner vorbereiten: Es gibt also einen „Kaltstart“ in die neue Saison: Am Sonntag um 14 Uhr gastiert Bundesliga-Absteiger SV Weiden im Stadionbad. Die erste Partie des SC Neustadt hätte vor einer Woche gegen den Zweitligisten Darmstadt steigen sollen. Doch die Darmstädter hatten krankheitsbedingt absagen müssen.

Trotz dieses ausgefallenen Spiels dem sieht Preuß seine Mannschaft einigermaßen gut vorbereitet. Neben einem 17:7 -Sieg in der ersten Runde um den DSV-Pokal gab es ein intensives Übungswochenende gegen Horken, einem Wasserball-Club aus der Schweiz, mit mehreren Trainingsspielen.

Stolzer Gast

Doch Weiden kommt mit stolz geschwellter Brust und einem klaren 16:9-Auftaktsieg in Nürnberg nach Neustadt. Die Weidener reden sich auf ihrer Homepage selbst stark. So heißt es dort: „Ein Auftakt nach Maß. Weiden meldete sich eindrucksvoll zurück.“ Weidens Trainer Sean Ryder wird bei seiner Premiere am Beckenrand mit den Worten zitiert „effektives Centerspiel im Angriff, solide in der Abwehr, einem starken Torwart“. Ryder spricht auch von „sehr guten Schiedsrichtern“.

Tatsächlich verhängten die Unparteiischen auf beiden Seiten rund zehn Strafen wie Zeitstrafen und Strafwürfe. Doch Weiden war sehr effektiv in seiner Chancenausnutzung. Genau das hat auch SCN-Trainer Preuß analysiert: „Weiden war in seinen Überzahlsituationen sehr stark, hat fast alle zu einem Tor genutzt, auf der anderen Seite aber in Unterzahl immer sehr gut verteidigt.“

Neue Variante

Thorsten Preuß setzt auf neue Impulse von Cotrainer Kai van der Bosch. „Er hat mit dem Team eine neue Variante einstudiert, aber was wir da genau spielen, ist natürlich noch unter Verschluss“, deutet Preuß nur vage an, was seine Mannschaft plant. Überhaupt ist er froh über eine gute Trainingsbeteiligung. Seit das Männerteam mit den Junioren der früheren U18-Mannschaft verstärkt worden ist, gibt es beim dreimaligen wöchentlichen Training mehr Gelegenheiten, auch taktische Varianten zu üben.

Ein begehrtes Objekt im Training ist Torwart Joona Vagts. Er sollte einerseits in der U18 trainieren, ist andererseits im Tor der Zweitliga-Mannschaft fest eingeplant. Preuß: „Wir sprechen das natürlich kollegial mit Peter Jacqué, dem Jugendtrainer, ab. Wenn wir ein Zweitliga-Spiel haben, trainiert Joona mit uns.“

Zwei erfahrene Spieler

Im Spiel gegen Weiden plant der Neustadter Coach mit einer „ersten Sieben“, den Recken also, die im ersten Viertel ins Wasser steigen und dann die Marschrichtung im Becken angeben. Neben Joona Vagts sind das Luis Ananias, Tim Schwarzkopf, Xaver Schädler sowie Philipp Guth, alles Junioren, die von den erfahrenen Spielern Timo van der Bosch und Matthias Held geführt werden.

Preuß rechnet mit einer „erfahrenen, reifen Mannschaft“ als Gegner im Stadionbad. Ob er die Gäste in der Favoritenrolle sieht? Er weicht der Frage aus und betont: „Natürlich wollen wir gegen Weiden einen Sieg holen.“ Die Rezeptur hat er vorgegeben: „Weniger Fehlpässe, gute Chancenauswertung, die körperliche Auseinandersetzung fair annehmen.“

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