Wasserball
Express des SC Neustadt rollt auch beim SV Weiden
Gegen den Tabellendritten SV Weiden feierten die Pfälzer einen 15:6 (2:3, 3:2, 6:1, 4:0)-Auswärtserfolg. Gleich zwei Brüderpaare waren dabei für den SCN im Becken. Der SC Neustadt bleibt nach elf Spielen Zweitliga-Tabellenführer ohne Verlustpunkt. Timo van der Bosch steht mit 51 Treffern aus zehn Partien ebenso souverän an der Spitze der Torjägerliste.
SCN-Trainer Thorsten Preuß: „Uns steckte die lange Fahrt von über vier Stunden in den Knochen. Im ersten Viertel kamen die Anspiele ungenau, die Torschüsse waren unkonzentriert, wir spielten überhastet.“ Der SCN war nur mit elf Spielern in die Oberpfalz gereist: Flynn Laux fehlte erkrankt, Xaver Schädler war aus beruflichen Gründen nicht dabei. Doch diesmal ergänzte Georg Guth den Kader. Der 17-Jährige zählt neben Joona Vagts und Matteo Ananias zu den Jüngsten im Team und spielt außerdem in der Junioren-Mannschaft des SCN. „Es war eine tolle Erfahrung. Die ersten drei Drittel auf der Bank waren spannend, dann durfte ich im letzten Viertel auch ins Becken. Schön, dass ich mit meinem Bruder Philipp diesmal dabei war“, sagte er.
Eine ganz sichere Sache
Allerdings musste der 20-jährige Philipp nach drei Fouls vier Minuten vor Schluss vorzeitig aus dem Becken. Doch die zweite Hälfte war nach den Anlaufschwierigkeiten der Neustadter eine ganz sichere Sache für das Team von Preuß. Neben den Brüdern Guth waren auch Matteo und Luis Ananias im Wasser. Matteo traf zweimal, Luis viermal, gleich fünf Treffer erzielte Timo van der Bosch.
Der SCN-Express rollte ab der zweiten Hälfte, die Gastgeber blieben die letzten zwölf Minuten ohne Torerfolg. Preuß: „Ich hatte eigentlich auch nie Zweifel, dass wir heute gewinnen. Wir haben die letzten beiden Viertel sensationell gut gespielt. Die Pässe kamen an, die Schüsse trafen. Weiden war konditionell am Ende. Wir haben gezeigt, dass wir auch unter Stress mit reduziertem Kader und schlechtem Beginn super nachlegen können.“
Preuß sieht Gelb
Und Georg Guth, der Debütant, meinte: „Es war schon etwas anderes als in der U18 oder in der Oberliga zu spielen. Wir Jungen müssen da langsam hineinwachsen.“ Dass Preuß zwischendurch die Gelbe Karte gesehen hat, war letztlich nur eine Lappalie. Er hatte die Coaching-Zone versehentlich verlassen. Der Trainer betonte: „Es war eine faire Partie.“ kle