Nachklapp Da war doch was ...

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Schon stehen die ersten Weihnachtsbäume, doch der November ist vor allem ein Monat des Gedenkens.

Karlsruhe hat vermutlich alle geschlagen. Schon am 30. Oktober berichteten die Badischen Neuesten Nachrichten: „Es weihnachtet in Karlsruhe.“ Der Grund: Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde auf dem Karlsruher Marktplatz eine schöne, 15 Meter große Tanne platziert. Ende Oktober!

Aber: Die Deidesheimer haben jetzt nachgezogen. Seit Donnerstag stehen in dem Städtchen die ersten Weihnachtsbäume, einer am Marktplatz, einer am Stadtplatz. Zwei prächtige Nordmanntannen aus dem Odenwald. Da haben wir nun ja eine Menge Zeit, um uns seelisch und moralisch auf den Weihnachtsmarkt vorzubereiten. Dreieinhalb Wochen sind es noch, zum Glück gibt es schon seit September Lebkuchen und Spekulatius. Spott beiseite. Das frühe Aufstellen der Bäume hat pragmatische Gründe, denn die Tannen müssen gestellt werden, bevor der Aufbau der Buden des Adventsmarktes beginnt. Nun denn.

Vorbildliche Erinnerungsarbeit

Über all der Vorfreude sollte nicht vergessen werden: Der November ist ein Monat der Besinnung und des Gedenkens. Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Totensonntag – das sind die „besonderen“ Tage im November. Und es gibt noch andere Ereignisse, deren dieser Tage gedacht wird. Eines davon ist der Separatisten-Überfall in Lambrecht vor 100 Jahren, auf den Jola-Geschäftsführer Lars Mattil aufmerksam gemacht hat.

Ganz besonders wichtig ist jedoch der 9. November, der Tag des Gedenkens an den Terror gegen die Juden in der Reichspogromnacht 1938 – gerade in diesem Jahr, in dem das Gedenken eine beklemmende Aktualität bekommen hat. Vorbildlich hier in der Region ist die Erinnerungsarbeit des Förderkreises ehemalige Deidesheimer Synagoge und der Gesamtschule Deidesheim-Wachenheim. Ein Beispiel, das Schule machen könnte. Es gibt zwar nicht in jedem Ort eine ehemalige Synagoge oder einen jüdischen Friedhof. Doch Juden lebten überall.

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