WASSERBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Zwischen WSV Ludwigshafen und Frankfurt fallen 32 Tore

Johannes Schmitz (weiße Badekappe) erzielte fünf Tore gegen die Frankfurter.
Johannes Schmitz (weiße Badekappe) erzielte fünf Tore gegen die Frankfurter.

Zum Saisonabschluss des WSV Vorwärts Ludwigshafen gab es in der Zweiten Wasserball-Bundesliga noch einmal ein echtes Schützenfest. Gegen den Ersten Frankfurter SC hieß es am Ende 16:16 (5:4, 3:1, 4:6, 4:5).

WSV-Trainer Pierre Hilbich bedauerte das Fehlen einiger Routiniers nicht nur wegen des Unentschiedens. „Martin Görge hat gekniffen“, schickte er Grüße in Richtung seines Spielmachers und Co-Trainers. Mit dem hat der ehemalige Bundesliga-Torhüter nämlich noch eine Rechnung offen, wollte die Frage nach dem besseren Spieler eigentlich unmittelbar nach dem letzten Spieltag klären. Aber der 31-Jährige fehlte zum Saisonabschluss, genau wie Bruder Oliver Görge, Mannschaftskapitän Benjamin Hettich und Jonas Pohle. „Heute haben die Spieler Erfahrung gesammelt, die in dieser Runde noch nicht so viel gespielt haben“, erklärt Hilbich.

Exemplarisch dafür stand Lorenz Christahl im Tor, der seine Zweitliga-Premiere gab und das phasenweise auch sehr gut machte. „Bei einigen Situationen hat man natürlich schon gemerkt, dass ihm die Routine fehlt“, beurteilte der WSV-Trainer die Leistung des 17-Jährigen. Ein faires Urteil war ohnehin nicht möglich, denn auch die Abwehr davor war vollkommen neu formiert. „Insgesamt haben wir im Angriff super agiert, aber wir waren in der Abwehr sehr unsicher“, zog Hilbich ein zwiespältiges Fazit.

Nur am Anfang alles im Griff

Zu Beginn hatte der WSV noch alles im Griff, trafen Marcel Beck, Dirk Feddeck und der mit fünf Toren erneut überragende Johannes Schmitz mit den ersten drei Schüssen zur 3:0-Führung, die aber ebenso wenig ein Ruhekissen war, wie die 5:2-Führung zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels. Die nominellen Gastgeber, Frankfurt hat aktuell kein sporttaugliches Bad zur Verfügung und deshalb um einen Tausch des Spielortes gebeten, schlugen zurück, verkürzten auf 5:4 und ließen sich auch nicht vom 8:5-Halbzeitstand entmutigen.

Beim 9:10 war das Spiel gedreht. Gut, dass Feddeck per Doppelschlag, er war mit vier Treffern zweitbester Werfer des Tages, den WSV vor dem letzten Viertel wieder mit 12:11 in Führung brachte. Letztlich war das Unentschieden aber das gerechte Ergebnis. „16 Tore zu schießen, ist eine gute Leistung, aber 16 Tore gegen Frankfurt zu bekommen, ist definitiv zu viel“, bilanzierte Hilbich deshalb, ehe er wieder auf das verpasste Duell gegen Görge dachte: „Martin hat gekniffen.“

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