Handball
Warum Alexander Zimpelmann ist nicht zimperlich ist
Seit November 2020 liegt der Amateur-Handball am Boden. Wann der Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist weiterhin ungewiss. Auch die Verantwortlichen des Pfälzischen Handballverbandes (PfHV) haben noch keinen Wiedereinstieg oder eine Rückkehr in die Saison 2021/22 bekanntgegeben.
Das aber ändert nichts am Optimismus von Alexander Zimpelmann, dem Trainer der Pfalzliga-Herren der Handballspielgemeinschaft (HSG) Mutterstadt-Ruchheim. „Ich bin guter Dinge, dass der Sport bald wieder in Schritten zur Normalität zurückkehren kann, wenn das Impfen deutlich an Fahrt aufgenommen hat“, sagt der 50 Jahre alte B-Lizenztrainer. Zimpelmann trainierte vor seinem Wechsel zur HSG die TG Oggersheim. In Mutterstadt betreute er die A-Jugend. Als Mathias Bitz aus persönlichen Gründen das Traineramt der Pfalzliga-Herren abgegeben hatte, übernahm Zimpelmann auch die Cheftrainerrolle. „Unser Ziel ist es, dass wir uns am 1. Juni wieder treffen und dann in die Vorbereitung einsteigen“, sagt Zimpelmann. In welcher Form das möglich sein wird, ist aber ungewiss. „Das Positive ist, dass die Inzidenzzahlen langsam sinken, so dass wir hoffen, zumindest in Kleingruppen im Freien starten zu dürfen. Das wird dann im Wald und oder im Sportpark sein“, verdeutlicht Zimpelmann. Der engagierte Trainer, der auch Coach der deutschen Gehörlosen-Nationalmannschaft ist, hat bereits die kommende Spielzeit geplant. „Wir sind seit Wochen im Online-Training, arbeiten im Kraftbereich insbesondere an Schulter, Brust und Rumpf“, erklärt Zimpelmann. Auf die Beine hat er verzichtet und stattdessen einen Spendenlauf initiiert. Das Herrenteam legte in zwölf Tagen 1900 Kilometer zurück.
Faible für Athletiktraining
Der Cheftrainer legt auf die Athletik ein besonderes Augenmerk. Damit will er Verletzungen vorbeugen. „Die Jungs sind motiviert und haben auch Spaß dabei“, sagt Zimpelmann. So habe man auch die interne Weihnachtsfeier online ausgerichtet. Der Verwaltungsfachangestellte bei einer Berufsgenossenschaft hat klare Pläne in Sachen Vorbereitung. „Jeder hat ein individuelles Programm vom Trainerteam neben dem Online-Training. Jetzt werden wir entsprechend den behördlichen Vorgaben die nächsten Schritte planen“, sagt Zimpelmann. Er wird von Timo Senck, dem Urgestein des TV Ruchheim, unterstützt.
Personell steht der Kader. Nur Markus Maslowski ist nicht mehr dabei. Er ist aus privaten Gründen in die Nähe von Stuttgart gezogen. Mit 20 Akteure und vier A-Jugendlichen wird die Mannschaft in die Vorbereitung gehen. „Ziel muss es sein, die Mannschaft so weit zu bringen, dass wir in der Lage sind, Spiele zu gewinnen. Wenn wir dann wieder um die Meisterschaft mitspielen, dann hätte ich nichts dagegen“, sagt Zimpelmann augenzwinkernd.
Ein besonderes Augenmerk will der in Freinsheim lebende Familienvater auf die weitere Integration von Nachwuchsspielern legen. Allerdings müssen bis zum Rundenstart noch einige unangenehme Entscheidungen gefällt werden. Bis zum Rundenstart im September soll der Kader bei den Herren I von derzeit 24 auf 18 Spieler reduziert werden.