Ludwigshafen Trainer-Prominenz auf der Tribüne

SCHIFFERSTADT. 15 Jahre nach der Ausrichtung des internationalen Grenzland-Pokals ist Schifferstadt erneut Austragungsort eines Handball-Großereignisses. Am Wochenende trifft sich der Nachwuchs zum Länderpokal des Deutschen Handball-Bundes (DHB) in der Wilfried-Dietrich Halle. Der TV Schifferstadt ist Ausrichter dieser offiziellen Deutschen Meisterschaft der Landesverbände. Dazu werden Teams aus Berlin, Brandenburg, Bayern, Saarland und Rheinland-Pfalz erwartet. Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich für die Endrunde.

Aus einer spontanen Idee wurde für die Schifferstadter Wirklichkeit. Daran haben die engagierte Jugendleiterin des TV, Petra Kolb (47), und Jugendtrainerin Marion Regner (52) großen Anteil. Als sie erfuhren, dass Rheinland-Pfalz 2015 Ausrichter der Vorrunde des DHB-Länderpokals ist, hielten sie Rücksprache mit Abteilungsleiter Franz Schott und der Stadtverwaltung Schifferstadt. Die gaben grünes Licht, die Stadt auch für die Nutzung der Wilfried-Dietrich-Halle. Der TV bewarb sich und erhielt den Zuschlag. Und so sind die beiden handballverrückten Damen seit Wochen mit der Organisation des zweitägigen Turniers befasst. Schließlich gilt es, den fünf teilnehmenden Mannschaften samt Trainern, Betreuern und mitreisenden Eltern Unterkünfte anzubieten. Dazu kommt die Verpflegung der Offiziellen des Deutschen Handballbundes, der Schiedsrichter, aber auch der Jugendlichen des Jahrgangs 1998 und jünger. „Wir kochen alles selbst“, sagt Kolb und freut sich, dass Gerald Schmitt das Catering für die Mannschaften, Trudel und Franz Schott das für die Zuschauer übernommen haben. 84 Helfer des TV Schifferstadt sind im Einsatz. Die Plakate sind aufgehängt, Handzettel wurden verteilt, aber einiges ist noch zu klären. So sind etwa die letzten technischen Details mit Franz Schott noch abzustimmen. Und für die Berliner, die vom DHB-Vizepräsidenten und Geschäftsführer des Bundesligisten Füchse Berlin, Bob Hanning, trainiert werden, ist eine Trainingsgelegenheit aufzutreiben. Sie sind wie die Brandenburger schon am Donnerstag in die Pfalz gekommen. Hanning ist nicht der einzige Offizielle des DHB, Jugend-Bundestrainer Christian Schwarzer, der Weltmeister von 2007, wird auch vorbeischauen und mit DHB-Jugendkoordinator Wolfgang Sommerfeld die Talente für die DHB-Auswahl beobachten. Schwarzer wird dabei seinen Sohn Kian sehen, der im Trikot des Saarlandes seine Länderpokal-Premiere feiern wird. Für die pfälzischen Spieler Benedikt Bayer, Eric Blohm, Leon Hoblay, Dominik Lenz, Lars Röller, Tom Jansen, Robin von Lauppert (alle TSG Friesenheim), Yannick Muth (VTV Mundenheim) und Johannes Witter (TV Hochdorf) ist es eine Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte. Schifferstadt war der Auswahlstützpunkt Nord im Pfälzischen Handballverband. Dort haben sie unter Trainerin Petra Kolb den ersten Teil der Talentförderung absolviert. Für den Mutterstadter Lars Röller ist es fast ein Heimspiel. Seine Schule ist das gegenüber liegende Paul von Denis-Gymnasium. Marion Regner und Petra Kolb haben einige Aufgaben an den Nachwuchs übertragen. Die C-Jugendlichen Marvin Rheinheimer und Lukas Schmitt betreuen während der Turniertage die Mannschaften aus Berlin und Rheinland-Pfalz, während Sandra Manz als Wischerin für trockene Verhältnisse auf dem Hallenboden sorgt. Regner, die die Handball-AGs in der Grundschule Nord und in der Regionalen Schule in Böhl-Iggelheim unterstützt, überlässt nichts dem Zufall. Sie und Kolb sind froh, dass Stefanie Müller, Kreisläuferin der in der Oberliga spielenden Frauen des TV Schifferstadt, rechtzeitig zum Jahreswechsel die Programmhefte in Druck geben konnte. „Wir sind voll im Zeitplan, müssen nur noch die T-Shirts für die Helfer besorgen“, berichtet Kolb.

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