Fussball
Ruchheims Dennis Lang beißt auf die Zähne
Der 30 Jahre alte Dennis Lang zählte einst zu den größten Verteidigertalenten der Pfalz. „Nach zwei Jahren beim LSC habe ich ab der B-Jugend beim 1. FC Kaiserslautern gespielt“, blickt Lang zurück. Dort überzeugte der Abwehrspieler so nachhaltig, dass er zu zwei Junioren-Länderspielen gegen die Ukraine und Luxemburg berufen wurde. „In der A-Jugend wurde ich an der Leiste operiert, bei den FCK-Amateuren kam eine Schambeinentzündung hinzu“, erinnert sich Lang. Der Traum von der Profi-Karriere war beendet. Über die Stationen Mechtersheim, Frankenthal und Grünstadt kam er nach Ruchheim.
Dort ist ihm das Verletzungspech treu geblieben. „In der vergangenen Runde habe ich mir beim Spiel in Offenbach einen Bandscheibenvorfall zugezogen. Der ist zwar weitestgehend auskuriert, aber bei schnellen Bewegungen muss ich aufpassen“, berichtet Lang. Tiefe Plätze wie kürzlich in Jockgrim sind Gift für ihn. „Das ist ein schmaler Grat. Nach dieser Partie konnte ich drei Tage nicht selbstständig die Socken anziehen“, erzählt er. Um die Belastung zu reduzieren, lässt Lang die Pokalspiele sausen.
Trainer Ehrenberg lobt Lang als Vorbild
Trainer Tobias Ehrenberg akzeptiert dies, denn er weiß, was er an seinem extrem kopfballstarken Kapitän hat, der in der vorigen Runde viermal traf. „Dennis ist auf und außerhalb des Platzes ein Vorbild. Ich schätze ihn als Sportler genauso wie als Mensch. Er hat eine super Einstellung und besticht mit seiner Persönlichkeit“, beschreibt der Coach den Innenverteidiger.
Der Manager eines Unternehmens, der institutionelle Kunden bei der Geldanlage berät, beißt auf die Zähne, auch weil die Verletztenliste der Ruchheimer immer länger. Bei Torwart Niklas Recknagel wurde ein Kreuzbandriss diagnostiziert, Stürmer Kai Gutermann fällt mit einem Innenbandanriss aus. Hinzu kommen Oberschenkelverletzungen bei Levent Izgec und David Steckbauer. „Nach den zwei Auftaktsiegen war die Stimmung gut, jetzt kommt schon etwas Unruhe auf“, weiß Lang. Doch die Laune wird spätestens dann besser, wenn er nach Hause kommt. Denn Lang, der in Weisenheim wohnt, ist seit Mai Vater von Söhnchen Matteo, der die Familie auf Trab hält und das Leben positiv verändert hat.