Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Regionalliga: Wie die C-Jugend des Ludwigshafener SC in die Rückrunde startet

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In der C-Junioren-Regionalliga überwintert der Ludwigshafener SC auf Tabellenplatz neun. Die Abstiegsgefahr ist noch nicht komplett gebannt, dennoch können die Rot-Weissen vor der Rückserie entspannt sein.

Die Halbzeitbilanz sieht Trainer Jeffrey Amoako aus zweierlei Blickwinkeln. Der 29-jährige Coach, ein Bruder der beiden LSC-Eigengewächse Dominik (21) und Martin (20), die in der Rückserie für den Landesligisten ASV Fußgönheim auflaufen, streicht zunächst die positiven Aspekte heraus: „Mit der Entwicklung der Jungs bin ich sehr zufrieden. Man muss bedenken, dass keiner von ihnen zuvor Regional- oder Verbandsliga gespielt hat. Alle kamen aus der Landesliga oder aus noch tieferen Klassen.“ Was die Punktausbeute anbelangt, sei etwas mehr möglich gewesen, sagt der Trainer. Das Punktepolster zum Tabellenzwölften, der absteigt, beträgt sechs Zähler.

Da der LSC in diesem Altersbereich weitgehend auf Jahrgangsmannschaften setzt, ist ein ständiger Neuaufbau vonnöten. In der Hinserie gehörte nur ein Akteur aus dem jungen Jahrgang zum Regionalligakader. In verschiedenen Sichtungstrainings für Spieler des Jahrgangs 2010 sollen neue Talente entdeckt werden. Für die Rückserie hat man bereits Paul Osazee, den wuchtigen Torjäger von Landesligist FG 08 Mutterstadt geholt, der die Torschützenliste der Liga anführt. Außerdem kommt der starke Defensivspieler Sofian Lazaar vom Süd-Oberligisten SV Waldhof.

Selten chancenlos

„Wir haben eine Mischung aus spielerisch guten und kampfstarken Akteuren“, erklärt Amoako. Die beste Leistung habe sein Team am ersten Spieltag bei der Spitzenmannschaft 1. FC Saarbrücken abgeliefert, als den Gastgebern erst kurz vor dem Abpfiff der 1:0-Siegtreffer gelang. Auch bei der 0:3-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten FSV Mainz 05 habe der LSC sich nicht versteckt, bis zur Pause ein 0:0 gehalten. Nur zweimal waren die Ludwigshafener chancenlos: Beim 0:6 gegen die SV Elversberg und bei Primus 1. FC Kaiserslautern, als sich die Gäste konteranfällig präsentierten, sich viele individuelle Fehler leisteten und 0:11 unter die Räder kamen.

„Wichtig war, dass wir Partien gegen Klubs, die hinter uns stehen, gewonnen haben“, spielt Amoako auf die Erfolge gegen FK Pirmasens (3:0), FC Homburg (5:1) und TuS Koblenz (3:2) an. Dazu gab es einen 2:1-Sieg bei Tabellen-Vordermann TSV Schott Mainz. Zum Ende der Hinrunde verpasste es der LSC beim FC Speyer (1:2) und gegen die Sportfreunde Eisbachtal (2:2) die Kluft zur Abstiegszone zu vergrößern. Rang neun sei ein schöner Erfolg, von dem man sich aber nicht blenden lassen dürfe. Ihn zu halten, sei ein Vorhaben für die Rückrunde. Bereits am Samstag (15 Uhr) ist der 1. FC Saarbrücken zu Gast.

Mut zum Risiko

Von den bisherigen 20 Treffern gehen acht auf das Konto vor Torjäger Ubaeda Asfour. „Er ist ein durchsetzungsstarker und torgefährlicher Spieler, der viel Zug zum gegnerischen Kasten entwickelt. Er kann trotzdem aber noch kaltschnäuziger werden“, verdeutlicht der Coach. Mehr als zwei Tore erzielte sonst nur noch Gabriel Piazza, der dreimal traf.

Zu den Pluspunkten zählt Amoako die forsche Herangehensweise. „Die Mannschaft spielt couragiert, hat Mut zum Risiko und scheut die Zweikämpfe nicht. Zudem können viele Akteure auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden. Das ist auch ein Ausbildungsziel“, betont der Übungsleiter. Verbesserungsfähig sei das Team in den Punkten Konsequenz und Chancenverwertung. Der meist spielerisch gute Aufbau aus der Abwehr werfe noch zu wenig Ertrag ab. Amoako legt Wert darauf, dass jeder Spieler auf seine Einsätze kommt. Das schlägt sich in der Trainingsbeteiligung nieder. Von den 24 Junioren kämen im Schnitt rund 20 zu den Einheiten.

Neben Asfour nennt der Coach drei weitere Akteure, die dem Spiel des LSC ihren Stempel aufgedrückt hätten: Kapitän Ledion Vuthaj, ein zentraler, immer anspielbarer Mittelfeldspieler, Torwart Can-Paul Mönch, der dem Team schon so manchen Punkt gerettet hat, sowie der konsequente und robuste Nick Fickeisen, der im defensiven Mittelfeld ackert, und den Amoako „unseren Dauerbrenner“ nennt.

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