Handball Oberligaderby: mHSG Friesenheim/Hochdorf III unterliegt Zweibrücken

Einer der mHSG-Eckpfeiler: Malte Dorra.
Einer der mHSG-Eckpfeiler: Malte Dorra.

Die mHSG Friesenheim/Hochdorf III wartet weiter auf den zweiten Saisonsieg in der Handball-Oberliga. Im Derby gegen die SG SV 64/VT Zweibrücken unterlag der Aufsteiger am Sonntag mit 31:33 (19:20). Für die Gäste war es hingegen der vierte Sieg in Serie und ein weiterer Schritt ins obere Tabellenmittelfeld.

Gleich mehrfach legten die Gäste vor, führten mit drei, vier Treffern. Entscheidend zogen die Zweibrücker aber nie davon. Auch als Maximilian Kroner vier Minuten vor dem Ende zum 31:28 getroffen hatte. Nur eine Minute später hatte Malte Dorra wieder auf 30:31 (57.) verkürzt. „Wir haben dem Gegner immer wieder Mut gemacht“, haderte SG-Trainer Klaus-Peter Weinert deshalb nach dem Schlusspfiff und sah sich bestätigt: „Ich hatte die ganze Woche über vor dem Gegner gewarnt. Die HSG hat keine schlechte Mannschaft.“ Aber auch sein Kader ist mittlerweile wieder aufgefüllt, einige Verletzte sind wieder dabei. „Deshalb konnten wir bis zum Ende zulegen. Das ist uns in dieser Runde nicht immer gelungen.“ Am Ende war es ein verdienter Sieg der Gäste, die den abgeklärteren Eindruck hinterließen.

Auch in der Anfangsphase, in der die Gastgeber, oft dirigiert von Luca Metz (vier Tore) und immer wieder über die Außenposition über Moritz Schultz (7) und Sebastian Wieland (5/2), das Tempo bestimmten. Die HSG lag nach neun Minuten mit 8:5 in Führung, steckte auch den schnellen 8:8-Ausgleich (10.) weg und legte seinerseits wieder ein 11:9 (13.) vor. Bis zur Pause hatte aber Zweibrücken das Kommando übernommen, führte mit bis zu drei Toren (16:13, 24.), nahm aber nur ein Tor Vorsprung mit in die Kabine.

Zu viele Fehler

Zufrieden war Weinert damit nicht: „19 Gegentore in der ersten Hälfte sind deutlich zu viel. Wir waren in der Deckung nicht gut und hatten auch nicht die starke Torhüterleistung der letzten Wochen“, haderte er. Weder Damian Zajac noch Norman Dentzer bekamen richtig Zugriff aufs Spiel. „Wir hatten eine schwache Chancenverwertung und in der Abwehr nicht den richtigen Zugriff“, bilanzierte Maximilian Kroner (9/2), der beste Zweibrücker Torschütze. Sinnbildlich für die Chancenverwertung stand ein Angriff vier Minuten nach dem Seitenwechsel, in dem Tom Grieser und Adam Soos jeweils den Pfosten trafen, Philipp Hammann zumindest einen Siebenmeter herausholte, den Kroner im Anschluss aber ebenfalls an den Pfosten setzte. Ganz anders die Gastgeber. Unbekümmert und unentwegt wurden immer wieder der Drei-Tore-Rückstände egalisiert, auch wenn im zweiten Durchgang zwar immer wieder der Anschluss, aber nicht mehr der Ausgleich gelang. „Wir waren insgesamt einen Tick zu undiszipliniert“, bilanzierte der erfahrenste HSG-Feldspieler Malte Dorra.

Das sah sein Trainer Nik Dreyer ähnlich: „Wir haben eine junge Truppe, die Woche für Woche dazulernt.“ Das Planziel nach der Partie gegen Zweibrücken lautet nun, „dass wir unsere Aktionen noch planvoller und besser zu Ende spielen müssen“. Auch und gerade in der Schlussphase. Nach dem 30:32 (Niklas Bayer, 57.) erlaubte sich Dorra einen Ballverlust, Andreas Jagenow ging mit einer übermotivierten Zeitstrafe vom Platz. So hatte Nils Wöschler (6/4) von der Siebenmeterlinie die Entscheidung in der Hand und vollstreckte trocken zum 33:30 (59.). Das letzte Aufbäumen der Gastgeber kam zu spät.

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