Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Arminias Premierensieg in Pirmasens

Gemeinschaftsarbeit: Arminias Torhüter Kevin Urban und Innenverteidiger Lukas Kebernik (Zweiter von rechts) hindern den Pirmasen
Gemeinschaftsarbeit: Arminias Torhüter Kevin Urban und Innenverteidiger Lukas Kebernik (Zweiter von rechts) hindern den Pirmasenser Silas Gutmann am Torschuss.

Die Erleichterung war spürbar. Mit einem nicht unbedingt erwarteten 2:0 (1:0)-Sieg bei Spitzenteam FK Pirmasens hat Oberligist FC Arminia Ludwigshafen eine kleine Durststrecke beendet und die Abstiegsplätze verlassen.

Der fünfte Auswärtssieg in dieser Saison war zugleich der erste Erfolg in einem Oberligaspiel beim FKP. „Es gab viele Parallelen zur Partie in der Vorwoche, die wir gegen den FV Dudenhofen 1:3 verloren haben. Aber in einem Punkt haben wir uns gesteigert“, spielt Arminias Trainer Andreas Brill auf die starke erste Halbzeit seiner Mannschaft an. Die Schwarz-Weißen hätten das Spiel unter Kontrolle gehabt und seien spielerisch überlegen gewesen. Der gelungene Auftritt gegen kriselnde Pirmasenser, die jetzt viermal in Folge verloren haben und seit fünf Begegnungen ohne Sieg sind, lässt die Arminen aufatmen.

Brill hatte seine Mannschaft notgedrungen auf zwei Positionen geändert. Für den wegen einer Gelb-Roten Karte aus dem Derby gegen Dudenhofen gesperrten jungen Torhüter Robin Schneider spielte der erfahrene Kevin Urban, und den an hartnäckigen Achillessehnenproblemen laborierenden Sebastian Lindner ersetzte Nathaniel Esslinger. Lindners Platz im defensiven Mittelfeld neben Laurenz Graf füllte Ricardo Antonaci aus, dessen Stammposition in der Außenverteidigung Esslinger übernahm.

Erster Angriff ein Tor

Mit dem ersten guten Angriff gingen die Rheingönheimer in Führung (11.). Der flinke und spielfreudige Steffen Straub hatte sich auf dem linken Flügel durchgetankt. Seinen abgefälschten Ball verwertete der spielende Co-Trainer Matteo Monetta mit all seiner Routine per Fallrückzieher zum 1:0. Nico Pantano und Graf hatten bis zur Pause gute Möglichkeiten, um auf 2:0 zu erhöhen. Einen Bruch im Spiel habe es nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Straub gegeben, den muskuläre Probleme plagten (34.). „Er war gut im Spiel, viel lief über unsere linke Seite. Sein Ausscheiden hat sich bemerkbar gemacht“, verdeutlichte Brill. Straub ist der beste Vorbereiter des Teams.

Erfreulicherweise sei jedoch ein Lerneffekt sichtbar gewesen: Die Fehler, die der FCA in der zweiten Halbzeit gegen Dudenhofen machte, hatten die Rheingönheimer ausgemerzt. Pirmasens wurde vor allem nach dem Seitenwechsel stärker und machte auf dem tiefen und schwer zu bespielenden Naturrasenplatz mit vielen lang geschlagenen Bällen gewaltigen Druck. „Wir sind nicht eingebrochen, sondern haben mit viel Leidenschaft und Konsequenz verteidigt. Das war der große Unterschied zur Vorwoche. Wir waren aber auch mutig und haben immer wieder versucht, Nadelstiche zu setzen“, blickt der Übungsleiter zurück. Bei den besten Chancen des FKP habe einmal Kevin Urban einen Kopfball entschärft sowie die Innenverteidiger Lukas Hartlieb und Lukas Kebernik in einer Gemeinschaftsaktion in höchster Not noch geklärt.

Den Einheimischen lief die Zeit davon, und in der Nachspielzeit, als die Pirmasenser die Deckung längst gelockert hatten, verwertete Noah Maier einen Pass von Markus Schmitt zum 2:0. Er startet an der Mittellinie, umkurvte Torwart Benjamin Reitz und schoss den Ball ins leere Tor (90.+1). „Das war ein klasse Mannschaftsleistung. Das Team hat toll gekämpft und eine super Einstellung bewiesen. Ich bin sehr zufrieden“, resümierte Brill. Am kommenden Samstag wolle die Arminia „die Hinserie mit einem Sieg gegen Auersmacher beenden“.

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