Fußball
Oberliga: Arminia Ludwigshafen mit Rückenwind gegen Engers
„Die Mannschaft hat in den Bereichen Einsatzbereitschaft und Mentalität voll überzeugt. Dazu hat sie gegen den Ball prima agiert. Wir wollten unbedingt ein Gegentor vermeiden. Das ist uns gelungen“, freut sich Arminia-Trainer Andreas Brill. Aus dem Spiel heraus habe Mechtersheim keine Torchance gehabt. Das Spiel sei kein fußballerischer Leckerbissen gewesen, aber darauf sei es dieses Mal nicht angekommen. Leidenschaft, Ordnung, Aggressivität wären erkennbar gewesen. „Wir haben auch ein paar Mal schnell nach vorne gespielt“, erklärt der Coach. So sei es zu einem wertvollen Arbeitssieg gekommen.
Auf sich aufmerksam gemacht hat in den vergangenen Tagen Tim Amberger. Vor allem im Spiel gegen Morlautern ging nach seiner Einwechslung ein Ruck durch die Mannschaft. „Der Antritt ist noch da und Eins-gegen-eins-Duelle habe ich noch nie gescheut“, sagt der 36-jährige Außenstürmer. Mit Wucht und Körperlichkeit beeindruckte er seine Gegenspieler, war an fast allen guten Aktionen der Rheingönheimer nach der Pause beteiligt und verpasste mit einem Kopfball, der knapp über den Querbalken strich, sein erstes Saisontor. „Die Vorbereitung ist für mich gut gelaufen, ich habe nur wenige Einheiten verpasst“, verrät der Kaufmännische Angestellte, der beidfüßig ist und rechts wie links auf dem Flügel spielen kann, ungebrochenen Ehrgeiz.
Amberger bereitet vor
Der 1,87 Meter große Amberger bereitete auch den Anschlusstreffer von Ricardo Antonaci mustergültig und nach seinen Worten intuitiv vor. „Von der Außenlinie hat er den Ball scharf in die Mitte gezogen. Das war eine Weltklasse-Flanke“, lobte Morlauterns Trainer Daniel Graf. Auch Brill war mit dem Joker mehr als zufrieden: „Tim war ein belebendes Element, hat sehr zielstrebig und schnörkellos agiert. Deshalb sind wir auch öfter in die gefährlichen Räume vorgestoßen.“ Mit seiner unglaublichen Wucht könne er dem Team grundsätzlich helfen. Klar sei jedoch auch, dass die Offensivkraft altersbedingt in einer englischen Woche nicht dreimal über 90 Minuten gehen könne. Ob er gegen Engers aufläuft, ist fraglich. Eventuell hat er sich am Mittwoch eine Zerrung zugezogen.
Tim Amberger, der mit seiner Freundin Vanessa einen zweijährigen Sohn namens Lukas hat, spielt seit 2010 mit zwei kleinen Unterbrechungen für den FCA, als er kurzzeitig zum Ligarivalen TuS Mechtersheim und zum TuS Altrip wechselte. „Die Familie meines Vaters kommt aus Rheingönheim, das verstärkt die Beziehung zum Klub“, erklärt der Fußballer. In seinem ersten Jahr bei der Arminia gelang auf Anhieb der Aufstieg in die Oberliga. Inzwischen trug der dynamische Offensivspieler in dieser Spielklasse 183 Mal das schwarz-weiße Trikot und erzielte dabei 42 Treffer. In beiden Rubriken steht nur Kapitän Nico Pantano vor ihm.
Der FV Engers hat sich seit dem Aufstieg 2017 zu einer stabilen Oberligamannschaft gemausert, die in der vorigen Runde Platz fünf belegte. „Das ist ein spielstarkes, körperlich robustes und unangenehm zu bespielendes Team“, verrät Brill Respekt. Der Tabellensiebte Engers hat den Vorteil, keine englische Woche bewältigen zu müssen, denn sein Heimspiel des zwölften Spieltages gegen Diefflen wurde in den Dezember verlegt.