Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Arminia Ludwigshafen beim FK Pirmasens

Eine feste Größe beim FC Arminia Ludwigshafen: Bastian Hommrich (rechts).
Eine feste Größe beim FC Arminia Ludwigshafen: Bastian Hommrich (rechts).

Drei Niederlagen in Folge haben Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen auf einen möglichen Abstiegsplatz zurückgeworfen. Ob ausgerechnet beim ambitionierten FK Pirmasens der Umschwung gelingt, ist fraglich. Bei einem Arminen ist vielleicht der Knoten geplatzt.

Der FCA und der Traditionsklub aus der Westpfalz haben oft in unterschiedlichen Ligen gespielt. Deshalb kreuzten sich in der Oberliga die Wege bisher nur neunmal. Nach einem 3:2-Erfolg im ersten Duell, zu dem Michael Petry (2) und Jens Leithmann die Treffer beisteuerten, blieb die Arminia achtmal ohne Sieg und holte aus diesen Partien nur zwei Punkte. Während die Rheingönheimer auf eigenem Gelände viermal in Folge torlos blieben, schossen sie in Pirmasens viermal jeweils ein Tor. „Nicht nur deswegen ist der FKP der Favorit. Ich erwarte aber, dass meine Mannschaft 90 Minuten Vollgas gibt und es dem Gegner so schwer wie möglich macht“, sagt FCA-Trainer Andreas Brill mit Blick auf das Pfalzderby am Freitag, 19.30 Uhr.

Der Blick gehe nicht erst nach der 1:3-Derbyniederlage gegen Dudenhofen nach unten. Nach einer guten ersten Halbzeit, in der die (zu magere) 1:0-Führung nicht die Überlegenheit ausdrückte, sei es zu einem kompletten Bruch im Spiel gekommen. „Einen solchen Abfall habe ich noch nie erlebt. Dies ist für mich völlig unerklärlich. Wir haben das Spiel aufgearbeitet und abgehakt“, betont Brill und schaut nach vorne. Die Oberliga zeichne sich auch in dieser Runde durch ein hohe Leistungsdichte aus, in der in fast jedem Spiel jeder Ausgang möglich sei. „Alle Partien sind eng. Unser Ziel ist es, nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern“, erklärt der Coach.

Gefragter Flügelstürmer

Der Treffer gegen Dudenhofen wird dem 22-jährigen Flügelstürmer Bastian Hommrich guttun. In der vergangenen Runde, die Debütsaison für den aus der Bezirksliga gekommenen Frankenthaler, schlug der Mann mit der Rückennummer 17 voll ein. Er erzielte neun Tore, bereitete neun vor uns bestritt mit Nico Pantano und Marcel Bormeth die meisten Spiele. Auch in dieser Serie ist Hommrich eine feste Größe, traf bisher aber nur zweimal und gab drei Vorlagen zu Toren. „Die Ausbeute stellt mich nicht zufrieden. Ich habe den Anspruch, dem Team mehr zu helfen“, verdeutlicht Hommrich. Dass er in der vorigen Spielzeit öfter mal zentral agiert hat, spiele keine Rolle. „Auch da habe ich die meisten Tore über die rechte Seite erzielt“, sagt der Stürmer.

Bastian Hommrich, der im Pokal gegen Morlautern einen Treffer zum 2:1-Sieg beisteuerte, bestreitet in Pirmasens schon sein 50. Oberligaspiel, was seinen Stellenwert unterstreicht. „Das war mir gar nicht bewusst, freut mich aber und zeigt, dass ich in der Liga angekommen bin“, bedeutet der vielseitig einsetzbare Angreifer. Es gebe Phasen, in denen gehe fast jeder Ball rein, dann wieder habe man Durststrecken, in denen das Tor wie vernagelt erscheint. Die Arminia müsse an die starke erste Halbzeit gegen Dudenhofen anknüpfen und vor der Winterpause noch punkten, um nicht bis zum Ende in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. „Wir haben zu viele Zähler gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte liegen lassen“, hat Hommrich erkannt.

Duales Studium

Der Fußballer studiert im fünften Semester an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim BWL mit Fachrichtung Industrie. Außerdem arbeitet er bei dem Frankenthaler Unternehmen KSB. „Da durchlaufe ich momentan verschiedene Abteilungen und werde nach dem Studium in der Firma bleiben“, informiert Hommrich, der sein Studium im nächsten Jahr abschließen wird. Der 22-Jährige verbrachte fast seine gesamte Juniorenzeit beim VfR Frankenthal, lediglich für ein halbes Jahr streifte er in der C-Jugend das Trikot von Phönix Schifferstadt über. Mit 19 Tore für den damaligen Bezirksligisten VfR Frankenthal machte er viele höherklassige Klubs auf sich aufmerksam. Die Arminia erhielt letztlich den Zuschlag.

„Bastian ist ein guter Junge mit einer Topveranlagung. Ihn zeichnen das Erkennen von Räumen, Torgefährlichkeit und Qualitäten im Eins-gegen-eins aus“, beschreibt Brill seinen Offensivspieler. Er könne sich im Spiel ohne Ball verbessern, sich noch mehr in den Vordergrund schieben und konstanter agieren. „Konstant seine Leistung abzurufen ist für einen jungen Spieler der schwierigste Punkt“, glaubt Hommrich. Ob er in Pirmasens mit Tim Amberger (erkrankt) und Sebastian Lindner (Achillessehnenprobleme) zusammenspielt, ist offen. Für den wegen seiner Gelb-Roten Karte gesperrten Torwart Robin Schneider fährt Timo Janknecht aus dem Reserveteam als Nummer zwei mit.

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