Fußball
Oberliga: Arminia hat mit SV Auersmacher eine offene Rechnung
Auersmacher war in der vergangenen Saison der schärfste Konkurrent der Arminia im Rennen um den letzten Platz in der Aufstiegsrunde. Am drittletzten Spieltag der Hauptrunde hätte der FCA im Südweststadion mit einem Sieg gegen die Saarländer alles klar machen können. Die Arminia führte 1:0 bis kurz vor Schluss, mussten jedoch den Ausgleich zum 1:1-Endstand hinnehmen und wurden an den letzten beiden Spieltagen von Auersmacher noch überholt. Somit mussten die Rheingönheimer in die Abstiegsrunde. „Ich erinnere mich, das war maximal ärgerlich, auch weil wir vorher das 2:0 verpasst haben“, erinnert sich Arminia-Trainer Andreas Brill.
Der Erfolg von Auersmacher ist kein Zufall. Vor zwei Jahren kehrte das Team mit nur einer Niederlage und großem Vorsprung als Meister der Saarlandliga in die Oberliga zurück, aus der sie 1998 abgestiegen waren. Nach dem Einzug in die Aufstiegsrunde in der vergangenen Saison bestätigen die Grün-Weißen in dieser Runde diese Leistung. „Auersmacher ist Sechster und hat sich in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt. Der SVA bringt viel Körperlichkeit mit, ist ein unangenehmer Gegner und spielt einen guten Fußball“, lobt Brill die Saarländer. Vor allem auf den schon 15 Mal erfolgreichen Hokon Sossah müsse seine Mannschaft aufpassen.
Mehrere Optionen
Der Coach ist zuversichtlich, dass Tim Amberger (starke Erkältung) und Robert Langer (Mandelentzündung) wieder zur Verfügung stehen werden. Das gilt auch für Torwart Robin Schneider dessen Gelb-Rot-Sperre abgelaufen ist. Ob Sebastian Lindner, der seit Wochen an einer Achillessehnenverletzung laboriert, einsatzfähig wird, ist fraglich. „Ganz wichtig ist, dass Steffen Straub, der wegen muskulärer Probleme in Pirmasens vorsorglich ausgewechselt wurde, spielen kann“, hofft Brill auf einen Einsatz des linken Flügelstürmers. Der Ex-Dudenhofener, der vor der Runde zur Arminia stieß, hat als Schwungrad und Aktivposten im Offensivspiel prima eingeschlagen.
Sollte Lindner ausfallen, wird der Übungsleiter erneut Ricardo Antonaci als Nebenmann von Laurenz Graf ins defensive Mittelfeld vorziehen. „Ricardo hat in Pirmasens nicht zum ersten Mal diese Position bekleidet. Er kann gut organisieren, fordert die Bälle, ist aktiv und spielintelligent“, beschreibt Brill den langjährigen Regionalligaspieler. Spielt Antonaci im Mittelfeld, dürften Rik Hiemeleers und Nathaniel Esslinger wieder ersten Wahl für die Außenverteidigung sein. Aber es gibt ja auch noch Allzweckwaffe Daniel Fichtner. Der 23-Jährige, der schon in der Jugend für den FCA gespielt hat, könne außen wie innen verteidigen und auf der Sechserposition agieren. Eine Waffe sind seine weiten Einwürfe.
Sein viertes Saisontor erzielte in Pirmasens der 39 Jahre alte Routinier Matteo Monetta. „Es war ein toller Fallrückzieher. Matteo wusste, dass er den Ball nur so nehmen konnte“, verdeutlicht der Trainer. Monetta sei auch rasch wieder auf den Beinen gewesen, was belege, dass die Geschmeidigkeit des Oldies kaum nachgelassen habe. In der Endphase brachte Brill für den ältesten Arminen den jüngsten: Noah Maier, der im September erst 19 Jahre alt wurde. Eine glänzende Idee, denn der frühere Jugendspieler des Ludwigshafener SC machte mit dem 2:0 in der Nachspielzeit den Deckel drauf. Es war bereits der sechste Treffer in der Debütsaison Maiers, der abermals Vollstreckerqualitäten nachwies.