SPIEL DES TAGES
In der A-Klasse spielt Böhl-Iggelheim gegen Limburgerhof
Im Zeichen des Abstiegskampfes in der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt steht das Duell zwischen der SG Böhl-Iggelheim und der SG Limburgerhof, das am Sonntag, 15 Uhr, in Iggelheim angepfiffen wird. Die Zahl der Absteiger aus der A-Klasse schwankt zwischen einem und drei.
Sie hängt davon ab, ob der Vizemeister in die Bezirksliga aufsteigt und 08 Haßloch von dort absteigt. Realistisch ist, dass es zwei Teams trifft, was zur Folge hat, dass die halbe Liga noch zittern muss. Böhl-Iggelheim ist mit 21 Punkten derzeit Vorletzter und steht gegen Limburgerhof schon ein bisschen unter Zugzwang.
Entscheidende Duelle
Die Gäste, die 24 Zähler gesammelt haben, sind Zwölfter und wären derzeit aus dem Schneider. Da aber noch sieben Spieltage ausstehen, sind viele Konstellationen möglich. Nur Schlusslicht Heiligenstein ist abgeschlagen und braucht ein Wunder. Entscheidend dürften die direkten Duelle sein.
„Wir hatten nach der Pause so gut begonnen, mit etwas Spielglück starke Teams wie Berghausen und Weingarten besiegt, in Altdorf-Böbingen einen Punkt geholt“, sagt Böhl-Iggelheims Spielertrainer Tibor Gößner. Doch dann geriet die SG aus dem Tritt, verlor zunächst 1:2 gegen Mitkonkurrent FSV Schifferstadt II, als wichtige Akteure fehlten.
Böser Rückschlag
Die 1:4 in Heiligenstein war ein böser Rückschlag. „Zuvor wurde nicht optimal trainiert. Und wenn unter der Woche die Spannung fehlt, dann merkt man das am Sonntag beim Spiel“, hat der 36-jährige Gößner erkannt. Da nützte es weder, dass der Gegner sagt „ihr hättet klar führen müssen“, noch dass das Team nach dem 1:2 mehrfach am 2:2 schnupperte.
Gößner, der zum Saisonende als Coach ausscheidet, will die SG in der A-Klasse übergeben, zumal er das Gefühl eines Abstiegs aus seiner Zeit als Co-Trainer in Rödersheim kennt. In der Winterpause sind der ehemalige Regionalligaspieler und frühere VfB-Trainer Thomas Hartmann, Martin Zahn und Filippo Purpura zur SG gestoßen.
Mehr Qualität
Sie dürften auf Sicht die Qualität erhöhen. Gößner selbst kann als verantwortlicher Coach nicht so mittrainieren, wie es vielleicht erforderlich wäre. „Der Bezug zum Spiel und das Vertrauen ins eigene Können gehen so ein bisschen verloren“, sagt der Trainer.
Die Lage in Limburgerhof ist ähnlich. Auch die Schwarz-Weißen haben nach der Winterpause gegen Harthausen und Berghausen nicht zwingend erwartete Siege eingefahren. „Verloren haben wir nur gegen die drei Topteams Deidesheim, Niederkirchen und Altrip“, sagt Trainer Hassan Mahmoud.
Kein Befreiungsschlag
Acht Zähler aus einem sehr schweren Auftaktprogramm sind ordentlich. Aber auch die SGL ist zuletzt beim 2:2 gegen Tabellennachbar Gommersheim gestrauchelt. „Nach einem individuellen Fehler im Spielaufbau sind wir in Rückstand geraten. Dann drehen wir die Partie, haben mit einem Freistoß an die Unterkante der Latte Pech und geben wegen eines erneuten Patzers den Sieg aus der Hand“, schildert der 38-Jährige.
Der Befreiungsschlag blieb aus, die Tabelle ist nach wie vor eng. Das Leistungsniveau sei bei vielen Mannschaften identisch, zahlreiche Begegnungen würden durch Kleinigkeiten entschieden. Ein Plus für Limburgerhof: Die SGL trifft noch auf fast alle gefährdeten Teams, hat somit alles in der eigenen Hand.
„Wir belohnen uns zu selten für den Aufwand“, bedauert Mahmoud. Der im Winter gekommene Simon Bognar finde sich immer besser zurecht, Torwart Dominik Rothenhöfer fehle indes wegen eines Fingerbruchs. Kein Thema, denn Fabian Kubach erwies sich als sicherer Rückhalt.