Ludwigshafen
Frischzellenkur für die Innenstadt
Vorschläge und Antworten darauf gibt ein Entwicklungskonzept, das nun den Ortsbeiräten der Nördlichen und Südlichen Innenstadt vorgestellt worden ist. Der Name der Zukunftsvision, die vom Bereich Stadterneuerung zusammen mit drei externen Büros erarbeitet wurde, ist ein Wortungetüm: Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) nennt sich das Bündel von Vorschlägen, das die Innenstadt attraktiver machen soll.
Konkret zielen die Vorschläge darauf ab, den Grünanteil zu erhöhen, den motorisierten Verkehr zu beruhigen und den Radverkehr auszubauen. Im Gebäudebestand sollen Modernisierungen gefördert und Innenhöfe aufgewertet werden. Konkret ins Auge gefasst haben die Planer etwa den Friedrich-Wilhelm-Wagner-Platz.
Die Pavillons dort dürften wohl abgerissen werden, eine Neuplanung laufe bereits, informierte der Leiter der Abteilung Stadterneuerung, Michael Bentz die Innenstadt-Ortsbeiräte. Mit einem Beschluss des Stadtrats am 12. Dezember könnte die notwendige Satzung zur förmlichen Festlegung von Sanierungsgebieten ab Januar 2023 in die Wege geleitet werden.
Weniger Verkehr
Die Arbeit am Zukunftskonzept hat Anfang 2021 begonnen. Von Seiten der Bürger bemängelt wurden unter anderem fehlende attraktive Grün- und Freiräume sowie die Qualität im City-Einzelhandel und der Gastronomie. Positiv bewertet worden sei das Netz an Kultur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen, der hohe Wohnanteil, die urbane Mischung sowie die Lage am Wasser.
Aus diesen Erkenntnissen und eigenen Analysen haben die Mitarbeiter der Stadterneuerung künftige Entwicklungsziele definiert, allen voran eine schrittweise weitere Verkehrsberuhigung. Auch der ruhende Verkehr soll minimiert werden und der fließende Verkehr durch eine Verlagerung des Cityrings von der Bahnhofstraße hin zur geplanten Helmut-Kohl-Allee herausgehalten werden.
Millionenschwere Förderung
Ein solches Entwicklungskonzept ist die Voraussetzung, um Förderungen von Bund und Land beantragen zu können. Für die Ludwigshafener Innenstadt hat das Land für die kommenden zwölf Jahre bereits Fördermittel von bis zu 16 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Auf Basis von ISEK kann der Stadtrat ein förmliches Sanierungsgebiet für die Innenstadt beschließen, was weitere Fördermöglichkeiten eröffnet.
Das Entwicklungskonzept und das künftige Stadterneuerungsgebiet werden nun zur Diskussion gestellt, skizzierte Bentz das weitere Vorgehen. Als nächstes politisches Gremium wird sich der Bau- und Grundstücksausschuss am Montag damit befassen. Ein Beschluss des Stadtrats wird am 12. Dezember erwartet.
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