HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Frederik Zepp feiert erfolgreiches Debüt in Nationalmannschaft

Frederik Zepp (rechts) feierte einen gelungen Einstand bei der U17-Nationalmannschaft des DHB.
Frederik Zepp (rechts) feierte einen gelungen Einstand bei der U17-Nationalmannschaft des DHB.

Nachwuchstalent Frederik Zepp von der HSG Friesenheim-Hochdorf hat sich durch herausragende Leistungen in die U17-Nationalmannschaft gespielt. Beim Vier-Nationen-Turnier in Duisburg trug der 16-Jährige seinen Teil zum deutschen Sieg bei.

In ihren letzten Zügen hat sich die Handballsaison 2022/23 noch einige Höhepunkte für Frederik Zepp aufgehoben. Mit der HSG Friesenheim-Hochdorf qualifizierte sich der 16-Jährige erneut für die A-Jugend-Bundesliga, und jetzt feierte der Rückraum-Mitte-Spieler sein Debüt in der U17-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes.

Bei der Sichtung in Warendorf hatte Zepp bei den DHB-Trainern einen guten Eindruck hinterlassen, was sich jetzt auszahlen sollte. „Und möglicherweise auch im Achtelfinal-Hinspiel um die deutsche B-Jugend-Meisterschaft“, ergänzt der ambitionierte Nachwuchsspieler. DHB-Talentcoach Carsten Klavehn, der die U17-Nationalmannschaft gemeinsam mit Chef-Bundestrainer Nachwuchs Jochen Beppler betreut, verfolgte diese Partie der Friesenheimer gegen den HSC Coburg in der Halle und sah herausragende zwölf Tore von Frederik Zepp.

Zepp feiert bravourösen Einstand im Nationalteam

Besser hätten die ersten Nationalmannschaftseinsätze kaum verlaufen können. Deutschland gewann zunächst in Langgöns mit 29:25 gegen Frankreich und blieb auch am Wochenende bei den drei Partien im Rahmen der Ruhr Games ungeschlagen. Nach Siegen gegen Frankreich (35:31) und Ungarn (29:23) sowie einem Unentschieden gegen Polen (31:31) sicherte sich die DHB-Auswahl den ersten Platz beim Vier-Nationen-Turnier in Duisburg.

Frederik Zepp, der neben dem Magdeburger Außen Oskar Pakebusch einer von nur zwei Spielern des jüngeren Jahrgangs 2007 im deutschen Kader war, nahm die Goldmedaille und tolle Erinnerungen als Andenken mit nach Hause. „Es war ein gutes Turnier für unsere Mannschaft und ein besonderes Erlebnis für mich“, blickt der Debütant zurück, der im Vergleich zu den Spielen in der A-Jugend-Bundesliga „wesentlich mehr Härte und Körperlichkeit“ festgestellt hat. Und mehr Ausgeglichenheit im Vergleich mit drei ebenbürtigen Gegnern.

Chef-Bundestrainer setzt auf den Friesenheimer

Auch in den spannenden Endphasen schenkte Beppler dem Friesenheimer teilweise das Vertrauen. Unter anderem durfte Zepp im spannenden Krimi gegen Polen in den letzten Minuten ran. „Ich wollte einen Spieler mit guten Eins-gegen-eins-Qualitäten bringen. Und die hat er zweifellos“, erklärt Beppler, der gespannt ist, wo Zepp auf dem Spielfeld künftig seine Heimat findet. „Freddy ist zuletzt schnell gewachsen und sowohl auf Linksaußen als auch auf der Position Rückraum Mitte einsetzbar. Hierfür muss er im athletischen Bereich allerdings noch zulegen, um seine Torgefahr weiter zu steigern.“ Der Spieler selbst sieht sich lieber auf der Spielmacherposition als auf dem Flügel. „Weil man dort viel mehr Aktionen hat“, begründet Frederik Zepp.

Egal ob auf Linksaußen oder im mittleren Rückraum – die Konkurrenz ist im DHB-Team überall groß. „Im Training spürt man den Konkurrenzkampf, aber im Hotel und während den Spielen ist das anders. Da feuern wir uns gegenseitig an. Ich wurde als Neuling von allen sehr gut aufgenommen“, blickt der 16-Jährige auf seine erste Woche im Zeichen des Bundesadlers zurück. Gibt es womöglich bald eine Zugabe für ihn? Bereits Ende Juli spielen die Jahrgänge 2006 und 2007 beim European Youth Olympic Festival. Hier hat Deutschland die Goldmedaille aus dem Vorjahr zu verteidigen.

x