LUDWIGSHAFEN
Fragen und Antworten zur neuen Spielzeit des Theaters im Pfalzbau
Wie soll das Theaterprogramm der Saison 2020/2021 aussehen?
Zurzeit geplant sind 153 Vorstellungen von 88 Produktionen. Ein Viertel davon, also 22, sind Tanzproduktionen. Außerdem soll das Ludwigshafener Publikum 14 Schauspiel-Inszenierungen, 15 Produktionen aus dem Kinder- und Jugendtheater, 13 Konzerte, acht Musiktheater-Inszenierungen und 16 Produktionen aus anderen Formaten sehen können.
Was werden die Höhepunkte sein?
Geplant sind vier Gastspiele der Schaubühne, unter anderem Herbert Fritschs „Amphitryon“-Inszenierung mit Publikumsliebling Joachim Meyerhoff (31. Oktober/1. November). Der neue Tanz-Kurator Marco Goecke hat das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch mit „Palermo Palermo“ nach Ludwigshafen holen können (10. bis 12. Dezember). Das Deutsche Schauspielhaus Hamburg ist mit „Anna Karenina – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ (12. Juni 2021) eingeladen, das Düsseldorfer Schauspielhaus mit Robert Wilsons Inszenierung von „Das Dschungelbuch“ (25. bis 27. Juni 2021).
Wird das alles wirklich stattfinden?
Das weiß niemand. Aktuell gehe er davon aus, sagt Intendant Tilman Gersch. Aber sollte es wieder Einschränkungen geben (etwa wegen einer von Virologen für den Herbst befürchteten zweiten Corona-Infektionswelle), müsse kurzfristig reagiert werden. Eine große Unsicherheit herrscht in der Frage, ob die aus dem Ausland, etwa aus Russland und Brasilien, eingeladenen Ensembles kommen können wie geplant. Problematisch ist auch die Planung der nächsten Spielzeiten, da viele Premieren verschoben wurden.
Wie viele Zuschauer dürfen ins Theater?
In den großen Theatersaal passen maximal 1150 Menschen. Im November 2019 war er drei Abende lang hintereinander ausverkauft, als Robert Wilsons „Dreigroschenoper“-Inszenierung des Berliner Ensemble gastierte. So viele Besucher werden sicher so bald nicht zugelassen werden. Gersch und seine Mitarbeiter arbeiten im Moment mit Modellen zwischen 210 und 360 Zuschauern. Die Voraussetzungen im Haus seien gut, sagt der 55-Jährige. „Wir können die Ein- und Ausgänge trennen. Und Sie sollten bitte unbedingt erwähnen, dass bei uns sehr gut gelüftet werden kann.“ Gersch deutet allerdings auch an, dass die Schaubühne sicher nicht vor 200 Zuschauern spielen wird.
Können ausgefallene Vorstellungen nachgeholt werden?
Seit Freitag, 13. März, ruht der Spielbetrieb. Hochkarätige Gastspiele sind ausgefallen, zum Beispiel die „Medea“-Inszenierung des Wiener Burgtheaters mit Caroline Peters. Nur drei Produktionen konnten verschoben werden: das Tanzstück „Nouvelles Pièces Courtes“, das die neue Spielzeit am 4./5. September eröffnen soll, die Tanzproduktion „Skid/Autodance“ aus Göteborg und die Performance „Unkraut“ aus Österreich. Schon gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.
Wann startet der Vorverkauf?
Der Vorverkauf ist gestaffelt. Er beginnt am 1. September für die Festspiele Ludwigshafen (3. Oktober bis 12. Dezember), Vorstellungen bis zum 31. Dezember und Vorstellungen von „Das Dschungelbuch“ im Juni 2021. Am 16. November beginnt er für Vorstellungen bis März 2021, am 18. Januar für Vorstellungen bis zum Ende der Spielzeit. Wie viele Karten zur Verfügung stehen, soll nach den jeweils geltenden rechtlichen Regeln und Hygiene-Bestimmungen kurzfristig festgelegt werden.
Was müssen Abonnenten wissen?
Das Programm der nächsten Spielzeit soll in den nächsten Wochen gedruckt und verschickt werden. Kartenwünsche können schon vor dem 1. September per Mail geäußert werden, genau wie Anmeldungen für neue Abonnements.