Ludwigshafen Flügel gewachsen

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Fussgönheim (thl). Nach dem 2:1 (0:1)-Erfolg gegen den SV Rodenbach muss Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim nicht mehr befürchten, noch in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Mit nun 34 Punkten ist es sogar möglich, die beste Saison der Vereinsgeschichte zu spielen.

„Die Entwicklung der Mannschaft ist gut. Das war eine engagierte Vorstellung. Einstellung und Laufbereitschaft haben gestimmt“, zog Trainer Jan Kamuf ein zufriedenes Fazit. Auch wenn nicht alles klappte, kann man dem ASV fehlenden Willen oder mangelnden Einsatz nicht vorwerfen. Bei fünf, sechs sehr guten Möglichkeiten bis zur Pause spiegelte der 0:1-Halbzeitrückstand nach Schehls sehenswertem Freistoßtor (44.) das Kräfteverhältnis nicht wider. „Ich war im Fallen und habe nicht gesehen, ob der Ball hinter der Linie war“, schilderte Vitalij Roth die Szene, als er mit einem Flugkopfball fast den Ausgleich erzielt hätte (45.). Der Mittelfeldspieler war läuferisch ein Vorbild, zog noch in der Nachspielzeit einen Sprint über 40 Meter an. Auffällig, dass die Fußgönheimer mit extrem offensiven Außenverteidigern viel über die Flügel spielten. „So wollten wir Rodenbach knacken“, verriet Kamuf. Der starke Rechtsverteidiger Philipp Stiller ließ hinten nichts anbrennen, schaltete sich permanent ins Angriffsspiel mit ein und schlug vor allem im ersten Abschnitt etliche gute Flanken. Linksverteidiger David Braun gelang das 1:1, als er energisch nach innen zog, mehrfach einen Schuss antäuschte, eher er den Ball ins lange Eck zirkelte (50.). Kurz danach gelang dem einsatzfreudigen, ballsicheren und stark verbesserten Steffen Euler das Siegtor. Ein Kopfballtreffer, bei dem er sich resolut gegen einen Rodenbacher behauptete (53.). „Das war einstudiert“, gab Vorbereiter Niko Matios grinsend zu. Er verlängerte den weiten Einwurf von Benjamin Bischoff mit dem Kopf zu Euler. Diese Einwürfe sind eine Waffe des ASV, genauso wie Eulers Ecken auf den kurzen Pfosten, die Matios verlängert. Innerhalb von drei Minuten hatte Fußgönheim die Partie gedreht. Einzig bei Kontern nach eigenen Ecken war das Team anfällig. So spielten sie ASV Fußgönheim: Knödler – Stiller, Bischoff, Matios, Braun – Rhannam – Esslinger (69. Kesselring), Euler, Roth, Takpara (89. Leposhtaku) – Jubin (81. Sanli).

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