Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen erleichtert nach dem ersten Sieg im neuen Jahr

Jannek Klein gab in der Eberthalle nach dem Erfolg gegen Coburg sein Debüt als Vorsänger bei der Siegs-Humba der Eulen.
Jannek Klein gab in der Eberthalle nach dem Erfolg gegen Coburg sein Debüt als Vorsänger bei der Siegs-Humba der Eulen.

Nach dem ersten Sieg der Eulen Ludwigshafen nach der Winterpause durch das 28:26 (14:15) gegen den HSC 2000 Coburg war endlich wieder die Sieges-Humba in der Eberthalle angesagt. Mit einem neuem Vorsänger.

Durch den Einsatz von Max Neuhaus in der Dritten Liga bei der mHSG Hochdorf-Friesenheim fehlte der etatmäßige Humba-Sänger der Eulen am Samstagabend. Wer sollte bei dem anvisierten und erhofften Sieg gegen Coburg jetzt vorangehen? Jannek Klein, der im rechten Rückraum seit über drei Jahren Verantwortung bei den Eulen auf dem Parkett übernimmt, erklärte sich dafür bereit. Kann man sich auf diesen Job vorbereiten?

„Seit 13 Uhr war ich nervös, habe mir in Internet Videos von Max und noch Kai Dippe angeschaut. Die haben das ja immer super gemacht. Mit unserem Hallensprecher Stübi habe ich auch gesprochen. Der hat mir Tipps gegeben, so dass ich mich sportlich wieder auf das eigentliche Spiel konzentrieren konnte“, sagte der gegen Coburg dreimal erfolgreiche Jannek Klein.

Das Spiel war nicht der große Hit, beileibe kein optischer Leckerbissen für die 1558 Zuschauer. Es ging um ein Erfolgserlebnis im ersten Spiel nach der Rückkehr von Coach Michel Abt. „Wir wissen selbst, dass wir nicht souverän gespielt haben und uns zu viele technische Fehler unterlaufen. Aber mit der fantastischen Unterstützung der Zuschauer haben wir es dann noch gepackt. Hoffentlich ist der Bock jetzt umgestoßen und wir sind in den nächsten Spielen auch siegreich“, will Klein mit seinem Team in die Erfolgsspur zurück.

Remmlinger will genießen

Der zum Saisonende nach sechseinhalb Jahren in Richtung SG Oftersheim/Schwetzingen ausscheidende Jan Remmlinger sah das Spiel ähnlich: „Handballerisch war das nichts. Wir haben uns über die Abwehr reingekämpft. In den letzten zehn Minuten kriegen wir Oberwasser und machen das Ding zu unseren Gunsten klar. Das war ganz wichtig“, sagte Remmlinger.

Die letzten Monaten will der gebürtige Balinger mit den Eulen, die ihm über die Jahre sehr ans Herzen gewachsen sind, nur noch genießen. In besonders schöner Erinnerung bleiben dem 29-Jährigen der Aufstieg 2017 in die Bundesliga und der sensationelle Klassenverbleib vor drei Jahren. Die Zeit des Führungsspielers und Abwehrstrategen waren aber auch geprägt von hartnäckigen Hand- und Knieverletzungen. Seinen Abschied hat sich der Spieler mit der Rückennummer 19 reichlich überlegt: „Die Zeit ist gekommen, um sich in meinem Alter jetzt mehr auf das Studium zu konzentrieren. Deswegen ist der sportliche Schritt mit dem Wechsel in die Dritte Liga für mich eine gute Entscheidung“, sagt der angehende Sportwissenschaftler.

Fußballer machen Stimmung

Der Routinier schwärmte nach dem Spiel über die überragende Stimmung in der „Eberthölle“. Dafür verantwortlich waren diesmal aber nicht nur die Eulen Fans. Lautstarke Unterstützung bekamen die Rothemden von Fußballern des SV Olympia Rheinzabern und FC Insheim. Auf Einladung ihres Sponsors und Eulen-Dauerkarten-Inhabers Toni Hübner fanden die südpfälzischen Fußballer den Weg nach Ludwigshafen.

Viele von ihnen haben überhaupt das erste Mal ein Handballspiel live erlebt. „So viele Emotionen und gleichzeitig viel Fairness gibt es in kaum einer anderen Sportart. Da wird sich hart attackiert und kurz darauf wieder abgeklatscht. Ich hoffe, dass meine Jungs sich da etwas für ihr Spiel abgeschaut haben“, war Olympia-Coach Marco Weigel begeistert.

Immer wenn es auf dem Parkett brenzlig für Remmlinger und seine Kollegen wurde, heizten die Fußballer die Stimmung an und rissen die anderen Fans mit. „Steht auf, wenn ihr Eulen seid“ und „Eulen geben niemals auf“ hallte es mehrfach lautstark durch die Eberthölle. Mit einer Polonaise hinter dem Eulen Maskottchen durch die gesamte Halle ging es in die zweite Halbzeit …

Dankbar für Unterstützung

Für diese Unterstützung waren die Eulen-Fans um ihren Chef Peter Ackermann dankbar: „Die Fußballer dürfen gerne wiederkommen. Überhaupt sollte man überlegen, immer wieder mal so stimmungsvolle Gruppen einzuladen. Am Ende wollen wir doch alle nur zusammen den Sieg unserer Mannschaft feiern.“ Und dann kämen auch wieder die Humba-Sänger Klein oder Neuhaus zum Einsatz.

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