Klassensplitter RHEINPFALZ Plus Artikel B-Klasse: FSV Oggersheim will mit neuem Trainerduo in die A-Klasse

Gehen kommende Runde als gleichberechtigte Trainer auf den Platz: Sascha Rossel (links) und Marc Vierling.
Gehen kommende Runde als gleichberechtigte Trainer auf den Platz: Sascha Rossel (links) und Marc Vierling.

Trotz der beiden Siege in den zurückliegenden Partie gegen den TuS Flomersheim (8:0) und beim SV Schauernheim (4:0) ist in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Süd die Saison für den Tabellensechsten FSV Oggersheim gelaufen. „Egal, ob wir in der Endabrechnung Vierter, Fünfter, oder Sechster werden sollten – mit dem Abschneiden bin ich nicht zufrieden. Ich habe mir mehr ausgerechnet“, sagt Spielertrainer Sascha Rossel. Der Coach spricht von einer „verschenkten und verlorenen Runde“. Allerdings seien die Rot-Schwarzen von großen Verletzungspech heimgesucht worden, was keine Ausrede, aber eine Erklärung sein soll.

Immerhin könne der FSV, der an den letzten zwei Spieltagen noch gegen den SV Pfingstweide und beim PSV Grün-Weiß Ludwigshafen antritt, das Zünglein an der Waage im Aufstiegsrennen werden. „In der kommenden Spielzeit soll es besser laufen. Da wollen wir bis zum Schluss noch oben mitspielen“, blickt der 31-jährige Rossel nach vorne, der mit 29 Treffern zu den Toptorjägern der Liga zählt und in der Torschützenliste Rang zwei belegt. Der Großteil des aktuellen Kaders bleibe zusammen, vier Neuverpflichtungen seien bereits sicher. „Die Mannschaft müsste deutlich stärker sein als sie es im Moment ist“, glaubt der Übungsleiter.

Doppelspitze auf und neben dem Platz

Rossel, dessen Co-Trainer Maurizio Friedebach in der kommenden Spielzeit nicht mehr dabei sein wird, bildet künftig mit Marc Vierling ein gleichberechtigtes Trainerduo. Während der Torjäger auf dem Spielfeld noch unersetzlich ist, wird der 47 Jahre alte Vierling an der Seitenlinie die Fäden in der Hand halten. „Wir denken ganz ähnlich über Fußball und kennen uns schon lange. Während der 90 Minuten kann ich mich mehr auf das Spiel konzentrieren“, erklärt Rossel. Die Oggersheimer haben in den vergangenen Jahren regelmäßig gegen Vierlings früheren Verein TV Ruppertsberg Freundschaftsspiele ausgetragen. Hinterher wurde mit beiden Teams gegrillt. Man kam ins Gespräch, und der Kontakt riss nie ab.

Vierling, der mit seiner Frau und der achtjährigen Tochter in Haßloch wohnt, arbeitet für ein großes deutsches Kosmetikunternehmen und ist im Außendienst in Sachen Haarpflegeprodukte und Friseurbedarf tätig. Einer seiner Kunden ist der Friseur Salvatore Capizzi, ein ehemaliger Funktionär des FSV Oggersheim. „Ich habe früher beim VfL Neustadt in der Verbands- und für den VfB Haßloch in der Landesliga gespielt“, berichtet Vierling. Drei Jahre lang trainierte er den TV Ruppertsberg, der in der Saison 2022/23 noch mit dem TuS Forst die SG Forst/Ruppertsberg bildete. „Wir sind als SG in die B-Klasse aufgestiegen und haben dann alleine als TVR weitergemacht. Der Kader war aber klein, und im Winter war wegen Spielermangels Schluss“, informiert der Übungsleiter.

Aufstieg in A-Klasse

Unterstützt werden die beiden von Sven Simon (49), der seit ein paar Monaten den FSV führt und sich federführend um das Sponsoring kümmert. „Unser mittelfristiges Ziel ist der Aufstieg in die A-Klasse und der Ausbau der Jugendabteilung“, sagt der Vorsitzende. Sieben Juniorenteams gibt es bisher, dazu wurde eine Kooperation mit dem FSV Mainz 05 eingegangen. Der Vereinschef kommt aus dem Handball: „Beim HSC Frankenthal habe ich in der Regionalliga gespielt, und mein Opa Alfred Stahl war über 25 Jahre lang Präsident des Pfälzer Handballverbands“, erzählt Simon.

Er habe das Amt beim FSV übernommen, weil er das Vereinsleben mag. Der Polizei-Hauptmeister wurde außerdem mit der baden-württembergischen Polizeiauswahl Deutscher Meister im Handball. Sein Sohn Yannick Klingler spielt in der ersten Garnitur des FSV, womit sich der Kreis schließt.

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