Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel ASV Fußgönheim enttäuscht auf der ganzen Linie

Hermersbergs Verteidiger Marius Dausmann hatte mit zwei Treffern großen Anteil am Sieg seines Teams in Fußgönheim.
Hermersbergs Verteidiger Marius Dausmann hatte mit zwei Treffern großen Anteil am Sieg seines Teams in Fußgönheim.

Das tat weh. Verbandsligist ASV Fußgönheim wollte im Kerwe-Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Hermersberg eigentlich den nächsten Sieg einfahren. Doch das Team von Trainer Fisnik Myftari verlor verdient mit 1:5 (0:1). Der Coach fand harte Worte.

Der Frust war groß bei Fisnik Myftari, dem Trainer des ASV Fußgönheim. Der Coach sprach vor der Begegnung von einem Spiel, welches sein Team gewinnen müsse. Dementsprechend enttäuscht war der Ex-Profi ob der Darbietung am Samstagnachmittag. „Es war alles“, sagte er zu den Gründen für die Niederlage. „Die Einstellung, wir wirkten müde, wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Es ist sehr enttäuschend“, kritisierte Myftari die Leistung seines Teams.

Ganz anders die Gäste aus der Südwestpfalz. Sie feierten sich selbst und einen der beiden Doppeltorschützen, Marius Dausmann. „Das fühlt sich sehr gut an. Es war wichtig, um wieder Tuchfühlung aufzunehmen. Vor allem beim direkten Konkurrenten“, freute sich Dausmann über die wichtigen drei Punkte. Der Innenverteidiger selbst trug mit gleich zwei Treffern zum Auswärtssieg bei. „Das kommt nicht so oft vor. Das darf man auch mal feiern heute Abend“, sagte der Torschütze. Gefeiert werde auf dem Oktoberfest in Hermersberg, verriet der Abwehrmann. Er sorgte mit seinem Kopfballtreffer nach einem Freistoß von Tim Dudek in der 19. Minute für die Führung.

ASV-Stürmer Saito fliegt mit Rot vom Platz

Knapp 20 Minuten später wurde die Ausgangssituation für die Gäste noch komfortabler, als ASV-Stürmer Salvatore Saito nach einem Zweikampf nachtrat und vom Platz flog. „Das ist mannschaftsschädigend und sehr enttäuschend“, ärgerte sich Myftari. Dessen Team steckte jedoch nicht auf um kam in der 55. Minute per Elfmetertor von Meridon Haxhija zum nicht unverdienten Ausgleich. „Manche haben nach der Roten Karte vielleicht 20 Prozent runtergeschraubt“, vermutet Dausmann. Mit der Einwechslung von Stürmer Florian Weber kam dann jedoch neuer Schwung ins Spiel der Gäste. Keine drei Minuten auf dem Platz stehend, sorgte der Joker für die erneute Führung für den SV (62.).

Anfällig bei Standards

Zehn Minuten später jubelte Hermersberg erneut. Wieder war es Innenverteidiger Dausmann, der nach einer Ecke sein Bein an den Ball brachte und ihn im Tor versenkte. „Zwei, drei Tore kann er da schon verhindern“, ärgerte sich der ASV-Coach auch über seinen Schlussmann Jannis Meister, der zu zögerlich bei den Standards agierte.

Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Meister den Ball aus seinem Gehäuse holen musste. SV-Stürmer Patrick Freyer (81.) und erneut Florian Weber (90.+2) sorgten für das 4:1 und 5:1. Es war der Endstand einer einseitigen Partie, in der ein Team mehr investierte und den Lohn in Form von drei Punkten erhielt.

Zurück bleiben ein zufriedener Tabellenletzter, der auf dem Oktoberfest im Ort feiern konnte und ein enttäuschter, fast schon fassungsloser ASV-Coach Myftari, der wohl weniger Lust auf die Kerwe in Fußgönheim verspürte.

x