Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Arminia Ludwigshafen bangt nach Sieg gegen Worms um Kapitän

Zweikampf: Arminias Verteidiger Rik Hiemeleers gegen Wormatia-Stürmer Maximilian Fesser (rechts).
Zweikampf: Arminias Verteidiger Rik Hiemeleers gegen Wormatia-Stürmer Maximilian Fesser (rechts).

Als nach rund neun Minuten Nachspielzeit der Schiedsrichter die Oberligapartie zwischen dem FC Arminia Ludwigshafen und dem VfR Wormatia Worms abpfiff, hätten die Gastgeber alle Muße gehabt, den 2:1 (1:0)-Erfolg zu feiern. Aber es kam ganz anders.

Die Begegnung war wahrlich kein Freundschaftsspiel. Elf Gelbe Karten und zwei Rote Karten standen am Ende für beide Teams zu Buche. „Wir haben hier bereits während des Spiels viele Provokationen erleben müssen“, stellte Wormatia-Trainer Peter Tretter nach Abpfiff fest. Aber was nach dem Schlusspfiff passierte, nahm auch ihn sichtlich mit. Bei Handgreiflichkeiten erhielt VfR-Stürmer Daniel Kaspar einen Schlag ab, blieb längere Zeit am Boden liegen. Was in dem Getümmel vorgegangen war, war aufgrund der großen Anzahl der Beteiligten kaum zu sehen. Schiedsrichter Jan-Hagen Engel zog seine Konsequenz daraus: Kaspar und Arminia-Kapitän Nico Pantano sahen jeweils die Rote Karte. Allerdings soll der Arminen-Kapitän laut Verantwortlichen nicht direkt in die Szene involviert gewesen sein.

Dies könnte im Nachhinein für den FC Arminia Ludwigshafen eine Strafe mit Konsequenzen sein. Pantano war bester Armine an diesem Abend. Er erzielte per Kopf das 1:0 nach einer Maßflanke des emsigen Steffen Straub. Der Kapitän war eine sichere Anspielstation während des Wormser Sturmlaufs in Hälfte zwei. „Wir waren in der ersten Halbzeit gar nicht da. Und dass Straub und Pantano gut harmonieren, das haben wir vor der Partie besprochen“, haderte Tretter.

Gäste wachen spät auf

„Wir wollten tief stehen und Worms den Ball überlassen“, beschrieb Arminias Übungsleiter Andreas Brill den Matchplan. Dass die Gäste aber eine so schwache erste Hälfte hinlegen würden, damit hatte er genauso wie die über 400 Zuschauer im Südweststadion nicht gerechnet. Und auch nach der Pause erwischte seine Mannschaft einen Traumstart. Einen Eckball von Ricardo Antonaci köpfte Laurenz Graf zum 2:0 ins Wormser Gehäuse (47.). Erst jetzt meldeten die Gäste ihren Führungsanspruch an, waren aber an diesem Tag im letzten Drittel bis zum Abpfiff zu harmlos. Keine Überraschung, dass der 2:1-Anschlusstreffer von Sandro Löchelt, der sein Potenzial phasenweise andeutete, per direktem Freistoß fiel (56.).

Wie hitzig das Spiel sich nun entwickelte, zeigte die Rote Karte gegen einen Betreuer auf der Arminia-Bank, der mit einer Entscheidung des Unparteiischen unzufrieden war und wohl zu heftig protestiert hatte. Auf dem Rasen stemmte sich die Arminia gegen den Ansturm der Wormser, die aber laut Tretter „nicht präzise genug“ ihre Spielzüge zu Ende kombinierten.

„Die Mannschaft hat gekämpft und sich belohnt“, war Brill nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden. In dieser Form kann es der FC Arminia Ludwigshafen mit jedem Gegner in der Oberliga aufnehmen. Allerdings steht kommende Woche mit dem Heimspiel gegen Primus SV Eintracht Trier die wohl schwerste Aufgabe an. Und wahrscheinlich wird Kapitän Nico Pantano nicht dabei sein können.

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