Mörzheim / Godramstein
Neubaugrundstücke werden viel teurer
In den Neubaugebieten in den Stadtdörfern rückt die Bebaubarkeit der Grundstücke näher. Das trifft zumindest auf „Am Schlittweg“ in Mörzheim und „Am Kalkgrubenweg“ in Godramstein zu. Die Erschließung hat begonnen, und jetzt hat der Hauptausschuss die Verkaufspreise für die Grundstücke festgelegt.
In Mörzheim sollen die Grundstücke für 305 Euro pro Quadratmeter verkauft werden, also deutlich mehr als die ursprünglich einmal angepeilten 220 Euro. Die Stadt hatte sich beim Ankauf vertraglich verpflichtet, in diesem Fall Nachzahlungen an die Verkäufer zu leisten und will diesen nun 667.000 Euro ausschütten. Denn niemand soll sich von der Stadt über den Tisch gezogen fühlen, betonte der Oberbürgermeister. Eine solche Vertragsvereinbarung war nötig, um Verkäufer überhaupt zum Verkauf an die Stadt zu bewegen.
305 Euro seien einerseits eine Herausforderung, andererseits immer noch baupreisdämpfend, sagte Oberbürgermeister Thomas Hirsch, die Stadt denke sozialpolitisch. „Draußen“, also im Umland, würden deutlich höhere Preise verlangt. Das bestätigte Wolfgang Freiermuth: „Eine Vier davor“ sei durchaus üblich, aber Landau dürfe auch nicht zu günstig sein, damit es nicht zum „Staubsaugereffekt“ komme und alle Bauwilligen nach Landau streben. Er schlug daher 330 Euro vor, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.
Am Schlittweg wird es 31 Bauplätze geben, eines für ein Mehrfamilienhaus, 16 für Doppelhaushälften und 14 für Einfamilienhäuser. Das Grundstück für das Mehrfamilienhaus soll zum selben Preis verkauft werden. Der Zuschlag soll per Konzeptvergabe erfolgen. Das heißt, dass der Investor mit dem besten Konzept den Zuschlag bekommt. Die anderen Grundstücke werden überwiegend nach dem überarbeiteten Einheimischenmodell beziehungsweise nach den Vergaberichtlinien verkauft. Das bedeutet, dass potenzielle Käufer nach einem Punktesystem bewertet werden. Punkte gibt es beispielsweise für Kinder, zu pflegende Angehörige oder ehrenamtliches Engagement. Die Stadt hätte gerne sechs Grundstücke frei vergeben, um beispielsweise Fachkräften, die bisher keinen Bezug zu Landau hatten, berücksichtigen zu können. Der Ortsbeirat will aber nur vier Grundstücke so vergeben, ein Wert, mit dem auch die Verwaltung gut leben könne, wie Bauamtsleiter Christoph Kamplade sagte.
In Godramstein am Kalkgrubenweg will die Stadt sogar noch höhere Grundstückspreise verlangen als in Mörzheim: Hier sollen: Hier sind 368 Euro pro Quadratmeter geplant. Dort sollen 62 Wohnungen in 40 Einfamilien-, 14 Doppelhäusern und einem Mehrfamilienhaus mit acht Einheiten entstehen.
In allen Fällen gibt es eine Baupflicht, das heißt, dass Neubauten innerhalb einer vorgegeben zeit errichtet werden müssen oder das Grundstück zurück an die Stadt fällt. Damit soll verhindert werden, dass Eigentümer Grundstücke für ihre Familie oder als Kapitalanlage vorhalten und jahre- oder sogar jahrzehntelang Baulücken bleiben.