Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Wer wird Meister der C-Klasse West?

Rambergs spielender Trainer Marius Lauth: Der Meistertitel ist ein Bonus, den man gerne mitnimmt.
Rambergs spielender Trainer Marius Lauth: Der Meistertitel ist ein Bonus, den man gerne mitnimmt.

Im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der Fußball-C-Klasse Südpfalz West treffen am Mittwochabend um 19 Uhr in Lug der SV Gossersweiler-Stein und der SC Ramberg aufeinander. Neben derselben Punktzahl, 62 aus 24 Spielen mit jeweils 20 Siegen, gibt es noch mehr Parallelen der Mannschaften, die den Aufstieg schon seit mehreren Wochen sicher haben.

„Es wäre doch schön, wenn wir am Ende der Saison beide oben stehen“, sagte Gossersweilers Trainer Jens Walz zu Rambergs Spielertrainer Marius Lauth nach dem Hinspiel in Ramberg, das die Gäste durch ein Tor von Maik Becker mit 1:0 für sich entscheiden konnten. Beiden Trainern fiel es nicht leicht, in den vergangenen Wochen die Spannung hochzuhalten, da der Aufstieg schon länger klar ist und, vor allem bei Gossersweiler, spielfreie Wochenenden den Rhythmus unterbrachen. Dies wurde am Sonntag deutlich, der SV Gossersweiler-Stein tat sich am heimischen Maibockfest gegen den Tabellenletzten SG Völkersweiler/Silz/Waldhambach II ungewohnt schwer und mühte sich zu einem 2:0-Erfolg.

Raus aus der Operettenliga

Die häufigen Spielabsagen waren es, die Walz von einer „Operettenliga“ sprechen ließen. Diese nach zehn Jahren wieder zu verlassen, bringe neben einem geordneten Spielplan auch einige Lokalderbys mit vielen Zuschauern mit sich.

Die Feierlichkeiten am Wochenende hätten der Motivation seiner Spieler keinen Abbruch getan, sagt Walz. „Leider fehlt mit Andreas Daniel ein Ruhepol meiner Mannschaft. Auch der Einsatz von Stürmer Nico Braun ist fraglich, da er sich mal wieder mit Oberschenkelproblemen herumplagt.“

Mehrere Ziele in Ramberg erreicht

Auch Rambergs Trainer Marius Lauth muss einen Ausfall verkraften: „Leider fällt mit Oliver Hundemer eine wichtige Stütze meiner jungen Mannschaft aus.“ Der höherklassig erprobte Innenverteidiger überzeugte beim 1:1 im Rückspiel mit Zweikampfstärke, Übersicht und Ruhe in einem teilweise hektischen Spiel.

Gleich mehrere Ziele seien erreicht, stellt Lauth fest: „Primär wollten wir einen Umbruch mit jungen Spielern einläuten, haben den Altersdurchschnitt um zehn Jahre gedrückt. Erst dann wollten wir an den Aufstieg denken.“ Beides habe auf Anhieb geklappt. Lauth: „Ich bin unheimlich stolz auf meine junge Mannschaft. Sie hat in jedem Training super mitgezogen.“ Der Meistertitel sei ein Bonus, den man gerne mitnehmen würde: „Wir werden alles reinhauen und einen großen Fight liefern. So wie ich die Gouschler, zu denen ich ein richtig gutes Verhältnis pflege, kenne, werden sie dem in Nichts nachstehen. Ich freue mich auf ein intensives Spiel vor hoffentlich vielen Zuschauern“, so Lauth. In der Breite sieht er seine Mannschaft im Vorteil, in Sachen Erfahrung und individuelle Klasse sei Gossersweiler-Stein klar voraus.

Becker und Mankopf die Torjäger

Am Pfingstwochenende wurde der Aufstieg im Sportheim ausgiebig gefeiert. Eine weitere Motivation, das Spiel zu gewinnen: „Gossersweiler ist die einzige Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison noch nicht gewonnen haben.“

Die Mannschaften stellen mit Maik Becker (Gossersweiler, 25 Tore) und Lars Mankopf (Ramberg, 21 Tore) treffsichere Stürmer. Schiedsrichter ist Julian Haßler vom ASV Schwanheim, seine Assistenten sind Max Morio und Timo Graf.

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