Lokalsport Südpfalz Voigts Schlüsselwort

LINGENFELD (thc). Nach einem 15:22-Rückstand erkämpfte sich die HSG Lingenfeld/Schwegenheim in der Frauenhandball-Pfalzliga ein 24:24 (9:14) gegen die HSG Nußdorf/Landau/Godramstein.

Die Freude über einen guten Beginn (1:0, 2:1) währte bei Lingenfelds Trainer Jürgen Voigt nicht lange: „Offenbar hatte man alles vergessen, was der Trainer vor dem Spiel an Vorgaben gemacht hatte.“ Die Lingenfelderinnen vergaben gleich viermal die Chance, nach in der Abwehr herausgespielten Bällen zu kontern. Die weiten Pässe waren zu unpräzise. „Abwehr fand ansonsten über weite Strecken des ersten Spielabschnitts nicht statt. Aber auch im normalen Angriffsspiel wurden wiederum zu viele Fehler gemacht“, erklärte Voigt. Als auch noch einige freie Bälle und ein Siebenmeter vergeben worden waren, lagen die Gastgeberinnen klar hinten: 4 :9, 6:12, 9:13. Mit einem Freiwurf aus elf Metern erzielte Nußdorf das 9:14. Nach Wiederanpfiff schien zunächst die Ansprache in der Kabine zu fruchten: 11:14. „Wiederum schlichen sich Unkonzentriertheiten in allen Bereichen ein“, so Voigt über das 13:19 und 15:22 (43.). Das reichte dem Trainer. Auszeit – in der nur ein Satz fiel: „Wenn ihr noch was erreichen wollt, müsst ihr jetzt damit anfangen, Handball zu spielen!“ Offenbar war dies das Schlüsselwort. Der Kampfgeist der Lingenfelder Mannschaft erwachte. Das 19:22 setzte weitere Kräfte frei. „In der Abwehr stand man stabiler, im Angriff agierte man endlich energischer, sodass sich der Gegner hart einsetzen musste, dafür Zeitstrafen, sogar eine Rote Karte für Mona Kästel bekam“, so Voigt. Mara Theilmann verwandelte die fälligen Siebenmeter, auch den zum 23:24. Ihr sechstes Siebenmetertor. Vorletzter Angriff der Gäste. Da gelingt es, Janina Luickx in der Abwehr den Ball zu erobern und einen Konter zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Ausgleich 24:24. Danach verpufft der letzte Angriff der Nußdorfer Spielerinnen ebenso wie der folgende der Lingenfelder. Ein glücklicher Ausgang für die Einheimischen.

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